1:1 – Bremer kommen im Abstiegskampf weiter nur langsam voran

Werders wackliger Gang die Kellertreppe hinauf

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Sandro Wagner sorgte im Nachschuss für das Tor.

Bremen - Von Arne Flügge. In die Freude, auch im siebten Spiel in Folge nicht verloren zu haben, mischte sich bei Spielern und Verantwortlichen von Werder Bremen nach dem 1:1 (0:0) am Samstagabend gegen Schalke 04 auch ein wenig die Enttäuschung, im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga den angestrebten Big Point nicht gesetzt zu haben.

Nachdem die direkten Konkurrenten am Nachmittag Federn gelassen oder sich die Punkte gegenseitig weggenommen hatten, war für Werder mit einem Sieg gegen Schalke der Weg frei gewesen, den Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf acht Punkte zu erhöhen. So aber bleibt es bei sechs Zählern – ein ordentliches, längst aber noch nicht beruhigendes Polster. „Wir haben einen Riesenschritt nicht machen können“, seufzte Werder-Sportchef Klaus Allofs auch angesichts der Großchance seines Spielers Clemens Fritz, der in der 85. Minute frei vor Manuel Neuer auftauchte, allerdings am Schalker Torwart scheiterte: „Uns fehlt im Moment noch, auch aus wenigen Chancen Tore zu machen.“

Werder Bremen - Schalke 04 1:1

Werder Bremen - Schalke 04 - 1:1

Der Sieg wäre unterm Strich aber nicht verdient gewesen. Denn nachdem Stürmer Sandro Wagner die Bremer in der 59. Minute per Elfmeter-Nachschuss – Neuer hatte den ersten Versuch pariert – mit 1:0 in Führung gebracht und der eingewechselte Edu nur vier Minuten später per Kopf das 1:1 erzielte hatte, war Schalke dem Erfolg näher als Werder. „Die Mannschaft hat nach dem 0:1 hervorragend reagiert. Und wir waren nach dem 1:1 dicht dran, das Spiel für uns zu entscheiden“, urteilte S04-Coach Ralf Rangnick, nachdem zweimal Julian Draxler und einmal Superstar Raul die Schalker Drangperiode nicht zu einer Führung nutzen konnten. Eine Phase der Partie, die Bremens Trainer Thomas Schaaf freilich gar nicht schmeckte. „Das Spiel spiegelt unsere Situation wider: Wir machen vieles richtig, gehen in Führung, machen dann aber noch zu viele Fehler, um den Erfolg für uns einzufahren. Wir müssen einfach noch eine Schippe drauflegen, damit das, was wir gut machen, endlich auch überwiegt und wir die Spiele gewinnen“, forderte der 49-Jährige.

Die Noten der Spieler

Die Noten der Werder-Spieler

So musste sich Werder wieder einmal mit einem Unentschieden zufrieden geben. Es war bereits das elfte in der laufenden Saison – gefühlt ein Vereinsrekord, wie es Allofs ausdrückte. Doch der Gegner hieß schließlich Schalke 04, frischgebackener Champions-League-Halbfinalist, der mit vier Pflichtspielsiegen in Folge ins Weserstadion gekommen war. „Die haben Euphorie ohne Ende. Mit dem Punkt können wir leben“, sah Werder-Kapitän Torsten Frings schlussendlich auch ein verdientes Remis: „Wichtig ist, dass wir wieder etwas geholt haben. Wir punkten regelmäßig, und irgendwann wird es dann auch reichen.“ Torwart Tim Wiese ergänzte: „Schalke ist schließlich keine Blindentruppe. Wir haben wieder ein gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass die Zeiten, in denen wir nur Katastrophenfußball gespielt haben, endgültig vorbei sind.“

Aus dem Abstiegskampf ist Werder aber noch längst nicht raus. „Ich denke, es bleibt bis zum Schluss eng“, orakelte Allofs: „Auch wenn wir auf einem guten Weg sind, müssen wir noch zulegen.“

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