Sieben Punkte, sieben Tore – und gegen Hannover droht der Sturz auf Platz sieben

Werders verflixte Sieben

Keeper Tim Wiese will mit Werder raus aus dem „Schlamassel“ und wieder gewinnen: „Es wird Zeit.“ ·

Bremen - Mit der verflixten Sieben hat Werder in der Rückrunde schon genug Ärger. In sieben Spielen holten die Bremer in diesem Jahr nur sieben Punkte und schossen dabei lediglich sieben Tore (kassierten allerdings auch erst sieben). Und die Rückennummer sieben fehlt vorerst, weil sich Besitzer Marko Arnautovic beim Spielen mit seinem Hund am Knie verletzt hat.

Auf eine weitere schlimme Sieben würden die Grün-Weißen nur allzu gerne verzichten: Denn verlieren sie morgen Nachmittag (15.30 Uhr) im ausverkauften Weserstadion das Heimspiel gegen Hannover 96 verlieren, ziehen die Niedersachsen vorbei – und Werder rutscht runter auf Rang sieben und damit raus aus der Euro-Zone.

Training am Freitag

Training von Werder Bremen am Freitag

„Es ist noch kein Endspiel, aber ein richtungweisendes. Es geht um viel. Wenn wir das kleine Nordderby gewinnen, können wir uns ein bisschen von Hannover absetzen“, sagt Marko Marin. Wie seine Teamkollegen würde auch der Mittelfeldmann in der kommenden Saison am liebsten wieder in der Champions League spielen, doch dieser Zug scheint schon abgefahren zu sein. Werder ist genügsamer geworden. „Wir haben es in dieser Saison oft versäumt, den großen Schritt zu machen. Deshalb ist die Europa League unser Ziel – da gehört Werder mindestens hin“, urteilt Marin, der mit dem Einzug in den ehemaligen UEFA-Cup inzwischen sehr gut leben könnte: „Man muss sich doch nur die Mannschaften angucken, die jetzt in der K.o.-Phase noch dabei sind: Manchester United, Manchester City, Atletico Madrid. Bevor man gar nicht international spielt, ist die Europa League schon ein Riesending.“

Arnautovic mit Krücken

Arnautovic mit Krücken

Aber geschenkt gibt es die Qualifikation nicht. Es herrscht ein harter Kampf, in dem sich morgen zwei direkte Konkurrenten gegenüberstehen. „Natürlich ist uns bewusst, dass die Mannschaften von unten immer näherkommen“, sagt Marin. Momentan haben die Bremer mit 36 Punkten nur noch einen Zähler Vorsprung auf die Hannoveraner. Das liegt an Werders schwacher Rückrunde, in der nur ein Sieg gelang. Zuletzt setzte es zwei 0:1-Pleiten. „Dadurch haben wir uns selbst in den Schlamassel reingespielt. Es wird Zeit, dass wir wieder gewinnen“, meint Tim Wiese. Und der Keeper weiß auch schon, wie das gehen soll: „Wir haben Heimrecht und müssen das Spiel so gestalten wie in der Hinrunde, gut pressen und unsere Chancen nutzen.“

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Der Standard-Vergleich

Auch Trainer Thomas Schaaf will sein Team wieder so sehen. In der ersten Saisonhälfte brillierte Werder zwar ebenfalls selten, gewann aber sieben seiner acht Partien im Weserstadion. „Wir brauchen einen Schuss mehr Entschlossenheit“, meint der Coach und nimmt sich ausgerechnet die „96er“ als Beispiel: „Es ist beeindruckend, wie sie agieren – mit welchem Selbstvertrauen, welchem Mut und welchem Engagement. Und sie machen keinen Unterschied, ob sie auswärts oder zu Hause spielen. Das hat man gerade in Lüttich gesehen.“

Ob Hannover durch den Europa-League-Einsatz am späten Donnerstagabend in Belgien (2:2) ein bisschen geschwächt sein könnte, interessiert Wiese nicht: „Wir müssen Gas geben – das ist wichtig.“ · mr/csa

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