Werders U23 im Titel-Dreikampf der Regionalliga Nord

Vier Tage, zwei Knaller, eine Vorentscheidung?

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Werders U23: Zwei wichtige Spiel vor der Brust

Bremen – Gleich zwei Hammeraufgaben warten in den nächsten Tagen auf Werder Bremens U23: Erst geht es für den Spitzenreiter der Regionalliga Nord zum Tabellenzweiten nach Wolfsburg, vier Tage später steht das Nordderby beim Hamburger SV an – dem aktuell Dritten der Liga. Gewinnen die Grün-Weißen beide Partien, rückt die Meisterschaft in greifbare Nähe. Der Aufstieg in die Dritte Liga wäre damit aber noch lange nicht perfekt.

Der Kampf um den Titel in der Regionalliga Nord, der vierthöchsten Fußball-Spielklasse Deutschlands, ist spannend wie selten zuvor. Vor dem 31. Spieltag trennen gerade einmal zwei Punkte die ersten drei Teams der Tabelle. Die besten Karten hat momentan Werder, allerdings kann sich das Blatt schnell wenden. Denn in den nächsten Tagen wartet ein Hammerprogramm mit Auswärtsspielen in Wolfsburg und Hamburg auf den Tabellenführer.

„Die nächsten drei Spiele können nun schon für eine kleine Entscheidung im Titelrennen sorgen. Der Druck steigt also, was aber auch gut so ist“, hatte Werders U23-Kapitän Florian Bruns bereits vor dem Spiel am vergangenen Wochenende gegen den ETSV Weiche Flensburg gesagt. Die erste Aufgabe erledigten die Grün-Weißen nicht mit Glanz, dafür aber mit viel Kampfgeist und Leidenschaft. 2:0 wurde Flensburg besiegt – mehr als eine Halbzeit spielte das Team von Trainer Alexander Nouri dabei in Unterzahl. Am Samstag steht nun das Spitzenspiel bei den “Wölfen“ auf dem Programm. Der VfL liegt in der Tabelle nach Punkten gleich auf mit Werder – hat allerdings eine Partie mehr absolviert und das schlechtere Torverhältnis.

Mit einem Sieg könnte der derzeit ärgste Konkurrent um die Meisterschaf in der Regionalliga Nord also auf drei Punkte distanziert werden. Drei Punkte, aus denen nur vier Tage später schon sechs werden können. Denn am Mittwoch tritt Werder zum Nachholspiel beim Hamburger SV an. Aber auch das ist alles andere als eine leichte Aufgabe. Der HSV liegt als Dritter aktuell zwei Punkte hinter Werder. Um es auf den Punkt zu bringen: Läuft es optimal, dann stehen die Grün-Weißen am Mittwochabend - drei Spieltage vor dem Saisonende - mit einem beruhigenden Polster von mindestens fünf Punkten an der Tabellenspitze. Läuft es allerdings nicht optimal, kann das Nouri-Team bis auf Platz drei durchgereicht werden.

Unabhängig der Rechenspiele ist die Meisterschaft in der Regionalliga nicht gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Dritte Liga. Der Erste ist zunächst einmal nur für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Hier spielen die Meister der fünf Regionalligen plus der Zweite, dessen Region die meisten Vereine und Mitglieder im DFB stellt (derzeit Regionalliga Südwest), in direkten Duellen mit Hin- und Rückspiel die drei Aufstiegsplätze aus. Werder würde auf den Meister der Regionalliga West treffen – wie es momentan aussieht, entweder Die U23 von Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen oder Viktoria Köln.

Aber egal wie die Spielzeit für die Bremer endet – mit dem Aufstieg oder dem Klassenverbleib, die Weichen für die kommende Saison sind bereits frühzeitig gestellt worden. Wie vor wenigen Wochen bekannt wurde, hängt Routinier Florian Bruns seine Schuhe im Sommer an den Nagel und wird künftig Nouri als Co-Trainer zur Seite stehen. Dafür wurde mit dem 32-jährigen Rafael Kazior von Holstein Kiel ein erfahrener Spieler verpflichtet. Der Offensivspieler soll Bruns Führungsrolle innerhalb der Mannschaft übernehmen. Im Falle eines Aufstiegs könnte er zudem als Hinweisgeber für die Trainer dienlich sein, schließlich spielt Kazior aktuell noch in der Dritten Liga und dürfte sich daher bestens mit den möglicherweise kommenden Gegnern von Werder auskennen.
mib

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