Elia ist heiß

Werders Serienlust in den süddeutschen Wochen

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Los geht’s: Eljero Elia freut sich auf die vielen Spiele in den nächsten zwei Wochen: „Es kann nicht genug sein.“

Bremen - Los ging’s in der Bundesliga im Westen, dann folgte der Norden – und jetzt grast Werder den Süden ab. Und zwar so richtig! Binnen 13 Tagen spielen die Bremer erst gegen den VfB Stuttgart (am Sonntag um 17.30 im Weserstadion) und den SC Freiburg, nach der Baden-Württemberg-Fraktion folgen dann die Bayern vom FC Bayern und dem FC Augsburg.

In diesen süddeutschen Wochen will und muss der derzeitige Elfte sein recht mickriges Punktekonto (drei Zähler aus drei Spielen) kräftig aufstocken – sonst fährt der Zug nach oben ganz schnell ohne Werder ab.

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„Nach dieser Phase haben wir sieben Spiele und wissen schon genauer, wo wir stehen. Natürlich wollen wir eine Serie starten und die Punkte holen, die wir bisher in den Auswärtsspielen liegengelassen haben“, sagt Stürmer Nils Petersen mit Blick auf die knappen Niederlagen bei Meister Borussia Dortmund zum Bundesliga-Auftakt (1:2) und zuletzt bei Hannover 96 (2:3). In beiden Partien hatte Werder keinesfalls enttäuscht, sondern schwungvoll nach vorne gespielt, am Ende aber eben nicht die Ernte in Form von Punkten eingefahren.

„Mit dem Spielerischen sind wir zufrieden, mit der Ausbeute sehr unzufrieden. Wir werden uns ganz sicher nicht auf den Lobeshymnen ausruhen“, verspricht Petersen und fügt an: „Die nächsten Spiele sind extrem wichtig. Es ist jetzt an der Zeit, nicht nur schön auszusehen, sondern zudem erfolgreich zu sein.“ Findet auch Mittelfeldmann Philipp Bargfrede, der urteilt: „Nur gut zu spielen reicht nicht, wenn man oben dabei sein will. Da müssen auch die Ergebnisse stimmen. Wir können in kurzer Zeit viel gutmachen, aber dafür brauchen wir jetzt Punkte!“

Dass es bisher erst drei sind, mache die Bremer allerdings nicht nervös. „Von Unruhe ist gar nichts zu spüren. Wir haben immerhin schon zwei der vier schwersten Auswärtsspiele hinter uns“, meint Petersen: „Klar ist es ärgerlich, dass wir beide trotz guter Leistungen verloren haben, aber trotzdem haben wir auch ein gutes Gefühl mit nach Bremen gebracht.“

Vergangenen Samstag in Hannover suchte Werder nach einer tollen Aufholjagd (2:2 nach 0:2) in der Schlussphase zu sehr das Risiko und kassierte den entscheidenden Gegentreffer. „Daraus müssen wir lernen – und es am Wochenende besser machen“, fordert Eljero Elia: „Wir wollen am Ende der Saison nach Europa und jetzt erst mal in die obere Tabellenhälfte. Dafür müssen wir gewinnen.“

Der Außenstürmer ist durchaus optimistisch, dass dies gegen die richtig schwach gestarteten Stuttgarter (erst ein Punkt) gelingt und baut dabei auch auf einen Faktor, der Werder bisher fast völlig fehlte: das Glück. „Es kann doch nicht sein, dass wir in jedem Spiel kein Glück haben. Irgendwann ist das vorbei“, glaubt Elia.

Er selbst ist schon richtig heiß darauf, endlich für die passenden Ergebnisse zu sorgen. „Ich bin ganz gut drauf und habe das Gefühl, dass es immer besser wird. Aber ich will in jedem Spiel einen Assist geben oder ein Tor schießen. Das ist mein Ziel“, betont der Niederländer, der bislang ein Mal traf (beim Pokal-Aus in Münster), ein Tor vorbereitete (Kevin De Bruynes 2:2 in Hannover) und beim 2:0 gegen den Hamburger SV einen Elfmeter herausholte, den Aaron Hunt verschoss.

Dass Werder in den süddeutschen Wochen alle drei Tage ein Spiel hat, stört Elia nicht – im Gegenteil. „Das ist doch super, es kann gar nicht genug sein“, schwärmt der 25-Jährige und ergänzt mit Blick auf seine Saison bei Juventus Turin, die er überwiegend auf der Ersatzbank verbrachte: „Ich habe ein Jahr zu Hause gesessen und will nun nur noch spielen.“ · mr

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