Werders Österreicher will „mit freiem Kopf in die Rückrunde“ gehen

Junuzovic – die Woche der Entscheidung?

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Gehen oder Bleiben? Werders Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic will auf diese drängende Frage bald eine Antwort geben.

Bremen - Wenn Zlatko Junuzovic sich in ein Tier verwandeln würde, dann vermutlich in einen Aal. Der 27-Jährige ist nicht nur auf dem Platz sehr beweglich, sondern kann sich auch ansonsten hervorragend winden – vor allem verbal. Gestern sprach der Mittelfeldmann mal wieder über seine Zukunft. Zwischendurch klang es so, als würde seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag bei Werder kurz bevorstehen. Dann wieder so, als würde er bald schweren Herzens seinen Abschied verkünden.

Der Österreicher wirkt hin- und hergerissen, während immer neue Gerüchte über angeblich an ihm interessierte Clubs auftauchen. Nach Borussia Mönchengladbach, Hannover 96 und dem Hamburger SV ist nun offenbar auch der türkische Erstligist Trabzonspor mit im Boot. Eine türkische Internetplattform berichtet, dass der Sechste der Süper Lig Junuzovic sofort verpflichten will. Ob dieses einigermaßen verwegene Gerücht einen größeren Wahrheitsgehalt besitzt als im Fall Felix Kroos (siehe Bericht unten), muss sich erst noch herausstellen. Junuzovic hatte zuletzt versprochen, mindestens bis Vertragsende im Sommer bei Werder zu bleiben. Wie es dann aber weitergeht, sei eine „sehr schwierige Entscheidung“. Die will er jedoch bald treffen – möglichst schon vor dem Rückrundenstart am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC.

„Es ist denkbar, dass ich mit Werder vorher noch mal spreche. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen“, sagte Junuzovic gestern: „Vielleicht weiß ich dann schon, wie es weitergeht. Dann kann ich mit einem freien Kopf in die Rückrunde gehen. Das wäre mir wichtig.“ Womöglich dauert’s aber auch noch ein wenig. Das Zeitfenster des Österreichers: „Ich wünsche mir, dass es spätestens bis Mitte Februar geregelt ist.“

Was Werder sich wünscht, ist schon jetzt klar. „Wir wollen ihn unbedingt halten“, betonte Sportchef Thomas Eichin gestern. Seit Monaten versucht der 48-Jährige, dem in der Hinrunde so wertvollen Mittelfeldmotor das Bleiben in Bremen schmackhaft zu machen. Es gab mehrere Gesprächsrunden mit Junuzovic und dessen Berater, um über eine Verlängerung des im Sommer endenden Vertrags zu verhandeln. Es gab von Werder auch schon mehrere Angebote. Doch bislang führte all das nicht zum Erfolg. Ob die Bremer nun noch mal nachbessern, verrät Eichin nicht. Er wolle in dieser Personalie keine Wasserstandsmeldungen mehr abgeben.

Junuzovic war gestern deutlich auskunftsfreudiger. Aber die wichtigste Frage, wie denn nun seine Zukunft aussieht, beantwortete er eben (noch) nicht. Stattdessen schwamm der Österreicher in seinen Ausführungen hin und her. Es schaue „nicht so schlecht aus“ für Werder – hörte sich nach einer Vertragsverlängerung in Bremen an. Er habe „dem Verein viel zu verdanken“, deshalb sei das alles „nicht so einfach“ und es gebe eben „einige andere Sachen“. Er stehe zudem „vielleicht vor dem letzten großen Schritt“ und dem wichtigsten Vertrag seiner Karriere – das sind eher Worte eines Spielers, der seinen Weggang vorbereitet.

mr

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