Trainer Dutt und Sportchef Eichin packen gemeinsam an – auch bei Transfers / Arnautovic wartet ab

Werders neues Traumduo?

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Die Chemie scheint zu stimmen zwischen Werder-Trainer Robin Dutt (links) und Sportchef Thomas Eichin. ·

Bremen - Der Trainer da, die Mannschaft weg. Während sich Robin Dutt in seinen Job als neuer Coach von Werder Bremen stürzt, sind die Profis im Sommerurlaub oder bei Länderspielen. Erst am 28. Juni beim Vorbereitungsstart wird Dutt sein Team so richtig kennenlernen. „Ich habe schon gesagt, dass ich eigentlich alle aus dem Urlaub holen muss“, lachte der 48-Jährige.

Natürlich lässt er den Spielern nach einer frustrierenden Saison aber die nötige Zeit zum Entspannen und Abschalten. Er habe ein Jahr und zwei Monate auf die Rückkehr auf den Trainingsplatz gewartet, „da schaffe ich die letzten vier Wochen auch noch.“

Dutt will einige Tage vor dem Trainingsbeginn in Bremen loslegen und Einzelgespräche mit den Mitarbeitern aus dem Funktionsteam führen: „Es ist interessant zu wissen: Was sagt der Physiotherapeut, was der Zeugwart?“

Seinen wichtigsten Ansprechpartner wird er dann schon ziemlich gut einschätzen können. Mit Sportchef Thomas Eichin (46), dem er erst vor kurzem bei einem Länderspiel der deutschen U 16 in Köln zum ersten Mal die Hand geschüttelt hat, will Dutt fortan bei Werder „ein enges Gespann bilden“, wie er sagt: „Trainer und Manager sollten ein starkes Team sein, im sportlichen und zwischenmenschlichen Bereich. Wenn das so ist, dann weißt du: Da entsteht was.“

Der erste Eindruck: Es passt ziemlich gut zwischen den beiden sportlichen Machern, sie sind auf einer Wellenlänge – da könnte sich ein neues Werder-Traumduo wie einst Thomas Schaaf und Klaus Allofs entwickeln. „Ich fand Robins Arbeit, vor allem in Freiburg, sehr beeindruckend. Als ich ein Trainerprofil für Werder erstellt habe, war es logisch, auf ihn zu kommen“, erklärte Eichin. Was sie von vornherein zusammenschweißt: Beide sind (ziemlich) neu in ihren Ämtern: Eichin fing Mitte Februar an, Dutt startet offiziell am Samstag. „Ich sehe es als Vorteil an, dass du einen gemeinsamen Startschuss hast. Weil du keine Dinge hast, wo du dich vom Informationsstand erst annähern musst“, meinte Dutt, der aus Erfahrung spricht. Nach der Ära Volker Finke stieg er in Freiburg 2007 zusammen mit Manager Dirk Dufner ein – „und da ist eine Freundschaft entstanden, die heute noch besteht“.

Wie eng die Zusammenarbeit nun auch mit Eichin sein soll, zeigen Dutts Aussagen über künftige Transferabwicklungen. Der Sportchef soll nicht nur die Verträge aushandeln, er soll intensiv mitreden. „Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, wenn man sich einig ist und sagt: Nur dann machen wir es. Wenn einer dagegen ist, lassen wir’s. Das ist eine einfache Regel, die zu viel Harmonie führt“, findet Dutt. Gleichwohl gebe es Kernkompetenzen: „Wenn wir über die Mannschaftsaufstellung sprechen, hat der Trainer das letzte Wort. Ob ein Transfer betriebswirtschaftlich umsetzbar ist, muss der Thomas entscheiden.“

Gemeinsam müssen sie demnächst überlegen, wie die Zukunft von Marko Arnautovic und Eljero Elia aussieht, die wegen ihrer nächtlichen Autotour suspendiert sind und der Mannschaft geschadet haben. „Ich kenne beide nicht persönlich. Fußballerisch sind das, wenn sie ihre Topleistung bringen, herausragende Spieler, auf die man als Trainer ungerne verzichtet“, sagte Dutt, ergänzte jedoch: „Die Mannschaft steht über allem. Teamgeist wird ein elementarer Baustein für den Erfolg sein. Die, die sich Teamgeist auf die Fahne schreiben, haben eine gute Chance.“

Arnautovic wird zwecks eines Annäherungsgesprächs jedoch nicht die Initiative ergreifen, wie er gestern bei „Sky“ betonte: „Allein geht wohl kein Spieler zum Trainer und fragt: Was haben Sie jetzt mit mir vor? Wenn die Verantwortlichen denken, dass sie mit mir reden wollen, wird man auch auf mich zukommen.“ Abgeschlossen ist das Kapitel Werder für den 24-jährigen Österreicher noch nicht: „Ich habe bis 2014 einen Vertrag in Bremen. Die Suspendierung war hart, aber es ist nicht so, dass ich in Bremen keine Perspektive mehr sehe.“ · mr

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