Werders Mittelfeldmann arbeitet jetzt zwei Wochen am Chiemsee am Comeback

Bargfrede lässt sich „nicht verrückt machen“

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P. Bargfrede

Zell Am Ziller - Ein Navigationsgerät brauchte Philipp Bargfrede nicht, den Weg nach Traunreut kennt er fast schon im Schlaf.

Gestern fuhr Werders Mittelfeldmann wieder an den Chiemsee, um sich dort weiter behandeln zu lassen. „Da bin ich sehr gut aufgehoben und bekomme auch mal den Kopf frei“, meint der 25-Jährige. Zwei Wochen wird er dort bleiben – unterbrochen von einem kurzen Abstecher nach Bremen am Wochenende, um sich am Sonntag beim „Tag der Fans“ zu präsentieren.

Dort wird er vermutlich, wie seine Teamkollegen, wieder Bälle in die Menge schießen. Allerdings mit aller Vorsicht, denn er ist noch erheblich gehandicapt. Der Heilung nach seiner insgesamt sechsten Meniskus-OP Mitte Mai verläuft nicht nach Wunsch. Schmerzen hat er zwar keine, das Knie wird aber bei Belastung immer wieder mal dick. „Das ist ein bisschen frustrierend“, sagt er. Wann Bargfrede richtig spielfähig ist, weiß er selbst nicht. Die Vorbereitung, so viel scheint jetzt schon sicher, wird er aber komplett verpassen – schon wieder.

Im vergangenen Sommer war er, anders als diesmal, am rechten Meniskus operiert worden und fiel mehr als vier Monate aus. Ende November meldete sich Bargfrede zurück, war dann besonders in der Rückrunde ein ganz wichtiger Mann für Werder. „Er hat uns unheimlich geholfen. Ich schätze Philipp total, er ist ein richtig guter Junge. Schade, dass er jetzt wieder ausfällt“, hadert Sportchef Thomas Eichin.

Im Zillertal arbeitete Bargfrede zusammen mit Özkan Yildirim (nach Leisten-Operation) stets abseits der Mannschaft. Mal auf dem Platz, meistens aber auf dem Fahrrad oder im Kraftraum. „Das waren Vorübungen für das Laufen“, sagt Bargfrede. Nach einigen guten Tagen mit „ein paar Schritten nach vorne“ reagierte das Knie jedoch, schwoll erneut an – und Bargfrede musste wieder etwas kürzertreten. Von solchen Rückschlägen will er sich aber nicht aus der Bahn werfen lassen und zieht dabei seinen Optimismus aus der Vergangenheit: „Ich kenne diese Situationen leider schon und lasse mich dadurch nicht mehr verrückt machen.“ Nach seiner Zeit am Chiemsee, so hofft Bargfrede, „bin ich einen großen Schritt weiter“.

mr

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