Werders Matchplan geht voll auf

Standards und ganz viel doppeln

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V. Skripnik

Bremen - Die typische Raute war das nicht, was Werder beim 2:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach spielte. Eher eine Vierer-Mittelfeldkette vor der Vierer-Abwehrkette – mit dem etwas offensiveren Zlatko Junuzovic und dem etwas defensiveren Philipp Bargfrede innen sowie Ulisses Garcia (links) und Theodor Gebre Selassie (rechts) auf den Außenpositionen. Die Taktik war voll auf den Gegner abgestimmt.

„Wir wussten, dass Gladbach über die Außen sehr schnell ist und wollten so oft wie möglich doppeln“, sagte Werder-Trainer Viktor Skripnik. Zudem sollte vor allem Barg-frede den Borussia-Spieleröffner Granit Xhaka ganz früh stören. Und die Innenverteidiger Jannik Vestergaard und Assani Lukimya sollten hoch stehen, damit Werder kompakt ist. „Das haben sie überragend gemacht“, lobte Skripnik.

Ohnehin gingen alle taktischen Bremer Kniffe auf. Der Matchplan funktionierte, die eigentlich sehr kombinationsfreudigen Gladbacher kamen überhaupt nicht ins Spiel und schlugen viel lange Bälle. „Wir wollten mutig sein und ganz bewusst das Risiko eingehen. Wir waren sehr gut im Pressing“, fand Vestergaard.

Und dann hat sich auch noch ausgezahlt, dass Werder vor der Partie viele Ecken und Freistöße trainiert hat. So entstand das 2:1: Zlatko Junuzovic, der bis dato noch kein gutes Standard-Feeling hatte, fand mit seinem Eckball Vestergaards Kopf. Der Däne erzielte sein erstes Werder-Tor im Weserstadion und lobte hinterher: „Unsere Standards sind eine Waffe.“

Nach der insgesamt starken Leistung und dem ersten Bundesliga-Sieg der Saison hofft Vestergaard auf eine Fortsetzung schon in Hoffenheim (13. September): „Daran müssen wir uns jetzt messen lassen. Wir wollen immer so geschlossen auftreten – dann können wir eine gute Saison spielen.“

mr

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