Fritz erinnert ans Hinspiel

Werders Matchball

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Im Hinspiel war Kevin-Prince Boateng (rechts, hier gegen Werders Santiago Garcia) beim 3:1 der Schalker Held. Die Bremer spielten aber lange Zeit gut mit – und das macht Kapitän Clemens Fritz durchaus Mut für heute Nachmittag. ·

Bremen - Eine Torjägerkanone, ein geplatzter Titeltraum, eine Trainerentlassung oder ein total vermasselter 30. Geburtstag: Spiele von Werder gegen den FC Schalke 04 waren in den vergangenen Jahren häufig besondere.

Nicht selten mit bitterem Ende für die Bremer. Das soll sich heute Nachmittag (15.30 Uhr) mal wieder ändern. Mit einem Sieg gegen die Königsblauen aus Gelsenkirchen hätten die Hausherren 35 Punkte, der Klassenerhalt wäre so gut wie perfekt. Matchball für Werder im Weserstadion – wegen des Heimvorteils sozusagen bei eigenem Aufschlag!

Clemens Fritz tritt jedoch ein wenig auf die Bremse. „Wir haben eine gute Ausgangsposition, das stimmt. Die sollten wir noch weiter verbessern und nicht wieder herschenken“, mahnt der Bremer Kapitän: „Wir müssen die Spannung hochhalten – und wir wissen, dass wir noch nicht gerettet sind.“

Bei einem Sieg wäre das ganz große Zittern jedoch vorbei. Und Sportchef Thomas Eichin klingt entschlossen, will die große Chance nutzen. „Schalke ist ein Top-Verein der Bundesliga. Da wollen wir etwas zeigen, keine Frage. Unsere Fans verhalten sich das ganze Jahr grandios, für sie wäre es etwas Tolles.“

Bisher musste die Anhängerschaft allerdings eher leiden, wenn die Spitzenteams ins Weserstadion kamen – von dem hart erkämpften 1:0 gegen Bayer Leverkusen am Ende der Hinrunde mal abgesehen. Davor gab es ein 0:7 gegen Meister FC Bayern, danach ein 1:5 gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Und Schalke, derzeit Dritter, war in den vergangenen Jahren alles andere als ein Bremer Lieblingsgegner. Der letzte Heimsieg liegt schon sechs Jahre zurück, der letzte Punkt im Weserstadion immerhin drei. Erschwerend kommt hinzu, dass der S04 derzeit richtig gut in Schuss ist. „Sie haben von den vergangenen 13 Bundesliga-Spielen nur eines verloren – gegen Bayern. Das ist schon mal eine Aussage“, sagt Dutt, der besonders vor der Schalker Offensive gehörigen Respekt hat: „Sie haben im vorderen Bereich eine unglaubliche Qualität und Effektivität, brauchen nicht viele Chancen. Julian Draxler, Max Meyer, Klaas-Jan Huntelaar und Chinedu Obasi – allein diese Vier können einem schon sehr große Probleme bereiten.“ Fritz, der es als Rechtsverteidiger heute vermutlich mit Draxler („ein hervorragender Fußballer“) zu tun bekommen wird, sieht das ähnlich. Er spricht von einem „sehr, sehr spielstarken“ Gegner mit „vielen guten Individualisten. Über die Schalker Klasse brauchen wir nicht zu reden.“

Trotzdem will Werder sich nicht selbst klein reden. „Wir haben nach dem Sieg in Hannover auch ein gewisses Selbstvertrauen und werden sicher nicht mit weiß wehender Fahne ins Spiel gehen“, kündigt Dutt an. Fritz macht zudem die Leistung im Hinspiel Anfang November Mut: „Da waren wir kompakt und haben unsere Chancen gesucht.“ Werder führte durch Felix Kroos sogar mit 1:0 und spielte stark, ehe Kevin-Prince Boateng (2) und Jefferson Farfan die Bremer Fehler bestraften und den Spieß noch umdrehten. „Wir haben da aber gezeigt, dass wir gut mithalten können“, meint Fritz und ergänzt mit Blick auf heute Nachmittag: „Wir wollen den Schalkern das Leben wieder schwer machen.“ · mr

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