Werders Ecken-Trick klappt / Veh schimpft

Erst „Fieldgoal“, dann Traumtor

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Torschütze Fin Bartels (r.) und Vorbereiter Zlatko Junuzovic.

Bremen - Die Standards sind eine gefährliche Werder-Waffe und bleiben Stuttgarts wunder Punkt. Erstmals trafen die Bremer in dieser Saison nach einer Ecke – und dann beim 2:0-Sieg gleich zwei Mal! Der VfB dagegen kassierte schon seine Gegentore acht und neun nach ruhenden Bällen.

Besonders sehenswert war das 2:0 (57.). Zlatko Junuzovic (jetzt bei insgesamt sechs Torvorlagen in Bundesliga und Pokal) brachte den Ball flach in den freien Raum zwischen Elfmeterpunkt und Strafraumgrenze, Fin Bartels traf wuchtig in die rechte Ecke. Eine Variante, die einstudiert war – und die für alle Bremer überraschend endlich funktionierte. Gegen Hoffenheim (1:1) hatte Werder es schon mal so versucht. Ohne Erfolg, Izet Hajrovic schoss vorbei. In der nicht-öffentlichen Einheit am Freitag ließ Coach Viktor Skripnik den Trick erneut trainieren. Wieder nichts. Die Bälle flogen weit über den Kasten Richtung Weser. „Da waren schon ein paar Fieldgoals dabei“, grinste Sportdirektor Rouven Schröder. Und Felix Kroos, der sich abwechselnd mit Bartels als Vollstrecker versuchen durfte, scherzte: „Ich habe den Ball über den Zaun geschossen, Fin hat wenigstens den Zaun getroffen.“

Im Spiel klappte es dann plötzlich – und das machte Armin Veh so richtig fuchsig. „Jeder sieht, wie der Ball geschlagen wird, so etwas darf einfach nicht passieren – amateurhaft. Wenn du bei Standards so verteidigst, kannst du keine Spiele gewinnen“, giftete der Stuttgarter Coach, der im Vorfeld der Partie extra von einer Manndeckung („Da hatten wir viele Probleme“) auf eine Raumdeckung bei solchen Situationen umgestellt hatte. Brachte auch nichts – und Veh stöhnte: „Jetzt muss ich mir da wieder ‘was Neues überlegen.“

Junuzovic zu Prödl: „Heut schädelst an eini“

Beim ersten Bremer Treffer (30.) hatte Junuzovic mit seiner Ecke den Kopf von Sebastian Prödl gefunden, Stuttgarts Antonio Rüdiger fälschte noch ab. „Das Tor war eher Zufall“, sagte Skripnik. Nicht ganz, protestierten die beiden Beteiligten. „Zladdi hat mir auf Österreichisch gesagt: ,Heut schädelst an eini‘“, erzählte Prödl. Und Junuzovic verriet die Antwort seines Landsmanns: „,Basti‘ hat gemeint: ,Wenn der Ball richtig kommt‘.“ Er kam.

mr

Heimspielsieg: Werder in der Einzelkritik

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