Werders Bosnier soll verliehen werden

Hajrovic schiebt mächtig Frust

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Izet Hajrovic soll Werder verlassen und ausgeliehen werden.

Bremen - Izet Hajrovic möchte schon gerne zeigen, dass er zuletzt einiges für seinen Körper getan hat. Erst lud er bei Instagram (ähnlich wie kürzlich sein Ex-Teamkollege Eljero Elia) ein Trainingsvideo hoch, das ihn sprintend und hüpfend zeigt.

Gestern dann trug der Bremer Bosnier ein graues T-Shirt mit ziemlich kurzen Ärmeln, die seine muskulösen Oberarme nur ein ganz bisschen verdeckten. Dumm nur für den 24-Jährigen, dass all die Anstrengungen nichts gebracht haben. Hajrovic stand in den bisherigen zwei Bundesliga-Spielen nicht im Werder-Kader und soll den Club vor Schließung des Transferfensters am 31. August verlassen.

Eigentlich will er nicht schon wieder woanders neu anfangen. Das hat er mehrfach betont. Er wollte sich bei Werder, wo er zu den Besserverdienern gehört, endlich durchsetzen. Mittlerweile weiß der Außenstürmer aber ganz genau, dass Trainer Viktor Skripnik nicht mit ihm plant – und das schlägt gewaltig auf die Stimmung. Als er gestern über den Parkplatz zu seinem Auto huschte, raunzte er lediglich „Keine Interviews“ – und verschwand. Für den Bremer Sportchef Thomas Eichin ist der 2014 ablösefrei von Galatasaray Istanbul gekommene Hajrovic „verständlicherweise nicht zufrieden“. Und weil der Club es auch nicht ist, sollen sich die Wege nun trennen – allerdings nicht endgültig. „Es kommt nur eine Ausleihe in Frage“, sagt Eichin und erklärt: „Wir halten immer noch viel von Izet.“ Werders Wunschvorstellung: Hajrovic landet in einer guten Liga bei einem guten Club, der möglichst auch noch sein Gehalt komplett übernimmt. Dort kann der bosnische Nationalspieler dann auf sich aufmerksam machen. Und entweder kehrt er dann gestärkt nach Bremen zurück – oder er hat seinen Marktwert derart gesteigert, dass Werder eine satte Ablöse kassieren kann.

Hajrovics Berater Milos Malenovic versucht gerade, genau so einen Verein zu finden. „Wir prüfen verschiedene Optionen. Es muss ein Club sein, bei dem Izet regelmäßig auf seiner Position zum Einsatz kommt und er das volle Vertrauen des Trainers genießt“, sagte Malenovic der „Bild“ und ergänzte: „Bislang war noch nicht das Richtige dabei, aber wir sind optimistisch, das Passende zu finden.“ Zuletzt war immer wieder vom Interesse des spanischen Erstligisten Betis Sevilla die Rede.

Laktattest bei Werder Bremen am Montag

Gehen soll auch Mateo Pavlovic. Und davon ist er wenig begeistert: „Erst hieß es, ich solle hier spielen. Nun heißt es, ich soll mir einen neuen Club suchen. Das wurde mir spät gesagt, deshalb ist es jetzt sehr schwierig.“ Der Innenverteidiger, der noch einen Vertrag bis 2016 hat, konnte sich nach seiner Rückkehr von Ferencvaros Budapest in Bremen nicht durchsetzen und soll verkauft werden. „Es gibt zwei, drei Optionen, aber nichts Konkretes“, sagte der 25-jährige Kroate gestern. Aus der 2. Bundesliga soll etwas dabei sein, auch aus dem Ausland – und offenbar hofft auch Ferencvaros noch auf ein Comeback des langen Lockenkopfs in Ungarn. Er habe kürzlich mit Trainer Thomas Doll gesprochen, verriet Pavlovic. Das Problem: Er möchte nicht zurück, sondern am liebsten in Deutschland bleiben. „Ich glaube, dass ich es hier schaffen kann. Und ich gehe davon aus, dass ich erst mal bis Winter bleibe.“

Ludovic Obraniak will deutlich eher weg. Der 30-Jährige war gestern mal wieder im Ausland, um über einen Wechsel zu verhandeln. Bisher gibt es jedoch keinen Vollzug.

mr

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