Werders 4:1:4:1-System – auch gegen Köln eine Option

„Warum sollte ich wechseln?“

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Werders Abwehrchef Jannik Vestergaard (beim Kopfball) kann mit dem defensiven Bremer System gut leben.

Bremen - Das Geschenk kam etwas zu früh, konnte für Viktor Skripnik aber nicht schöner sein. Am Samstag gewann Werder mit 3:1 in Mainz, stoppte nach zuvor fünf Pleiten den Abwärtstrend und hat nun nach zehn Spielen zehn Punkte und zehn Tore.

Und gestern war der 45-Jährige exakt ein Jahr als Bremer Chefcoach im Amt. Am 25. Oktober 2014 hatte er das Ruder beim damaligen Tabellenletzten übernommen und wenig später mit einem Auswärtssieg in Mainz die Wende zum Guten eingeleitet. Nun durfte Skripnik, der wegen der Misserfolge angeschlagen wirkte, wieder in Mainz jubeln – zum Leidwesen von 05-Trainer Martin Schmidt, der seinem Kollegen aber fair gratulierte: „Du hast hier zum zweiten Mal den Turn-around geschafft. Dein Plan ging besser auf als meiner.“

Skripnik hatte – wie zuvor gegen Bayern (0:1) – eine 4:1:4:1-Taktik gewählt und fühlte sich hinterher bestätigt: „Die Jungs haben die positiven Sachen aus dem Bayern-Spiel mitgenommen, waren diszipliniert und haben gut gegen den Ball gearbeitet.“

Womöglich wird der Coach die nicht gerade ansehnliche, aber erfolgreiche Variante nun erst mal beibehalten und auch am Mittwoch im DFB-Pokal gegen Köln nur eine echte Spitze aufbieten. „Es war gut gegen Bayern, es war gut gegen Mainz. Warum sollte ich wechseln?“, fragte Skripnik.

Auch die Spieler, die läuferisch und kämpferisch überzeugten und diesmal sehr effektiv vor dem Tor waren, fühlen sich im neuen System wohl. „Es passt sehr gut, das hat man in den letzten beiden Spielen gesehen. Da haben wir uns viel Sicherheit geholt“, sagte Abwehrchef Jannik Vestergaard. Keeper Felix Wiedwald fand sein Team „sehr stabil, den Gegnern ist wenig eingefallen“. Auch deshalb plädiert er dafür, so weiterzumachen: „Das Rezept ist aufgegangen. Ich denke nicht, dass etwas geändert werden muss.“ mr

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