Werder zittert: Bloß kein Heimspiel im Hinspiel

Manfred Müller

Werder-Bremen - BREMEN (kni) · Am kommenden Freitag wird bei Werder Bremen gleich doppelt gezittert: Denn der Bundesligist hofft bei der Auslosung zur Qualifikation für die Champions League nicht nur auf einen leichten Gegner, sondern vor allem auf eine Auswärtspartie beim Hinspiel.

Ansonsten könnte es in Bremen große Probleme geben. Es wird sogar über einen Umzug spekuliert, weil der Umbau des Weserstadions die Austragung einer internationalen Partie noch nicht zulässt.

„Es muss sich keiner Sorgen machen, wir schaffen das“, verspricht allerdings der ehemalige Werder-Geschäftsführer Manfred Müller, der nun als Sonderbeauftragter für den Stadionumbau tätig ist: „Hier wird rund um die Uhr gearbeitet – und das mit so vielen Leuten, wie es nur geht.“ Die Erfolge sind auch schon deutlich sichtbar. So ist die Westkurve fast fertig, und auch die erst vor wenigen Wochen abgerissene Ostkurve kann schon bald wieder von den Fans genutzt werden. „Da werden in den nächsten Tagen die variablen Sitze installiert“, berichtet Müller.

Doch dahinter sitzt das Problem, quasi in dem Bereich der Ostkurve, der stehengeblieben ist. Dort entstehen gerade völlig neue Kabinen für die Heim- und Gastmannschaft. Auch die Schiedsrichter bekommen neue Umkleiden, außerdem wird der Pressebereich erneuert. Das alles ist noch nicht fertig. Und sollte Werder am 17. oder 18. August mit einem Heimspiel in die Quali zur „Königsklasse“ starten, dann droht das Chaos. Doch ein „Umzug ist kein Thema, wir haben keinen Plan B in der Tasche“, behauptet Müller und beteuert noch einmal: „Wir werden das hinbekommen.“

Natürlich wäre ihm eine Woche mehr Zeit (das Rückspiel findet am 24./25. August statt) lieber, aber anders als zum Beispiel in der Bundesliga kann Werder bei der UEFA keine Wünsche hinsichtlich des Spielplans äußern. Schließlich handelt es sich um eine K.o.-Runde, und da gilt der Start mit einem Auswärtsspiel gemeinhin als kleiner Vorteil.

Der Umbau des Weserstadions soll übrigens Anfang des nächsten Jahres abgeschlossen sein, versichert Müller: „Zur Rückrunde ist das  Weserstadion komplett fertig.“ Und wie schön wäre es, wenn Werder dann immer noch in der Champions League spielen würde . . .

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