Aber der Tscheche ist viel zu teuer

Werder will Vydra und umgekehrt

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Für Stürmer Matej Vydra will Udinese Calcio mindestens eine zweistellige Ablöse kassieren. ·

Bremen - Die Sache mit Aleksandar Tonew ging schief. Der bulgarische Stürmer stand bei Werder Bremen weit oben auf der überschaubar langen Einkaufsliste, wechselt aber von Lech Posen zu Aston Villa. Nun tritt ein anderer an seine Stelle: Matej Vydra.

Der tschechische Angreifer von Udinese Calcio ist das neue Objekt der Bremer Begierde. Vydra-Berater Ondrej Chovanec bestätigte der „Bild“-Zeitung: „Wir stehen seit zwei bis drei Wochen mit Werder in Kontakt. Die Sache ist heiß. Ganz klar: Matej will zu Werder.“

Der letzte Satz darf als bemerkenswert eingestuft werden. Denn an Vydra sind englischen Medienberichten zufolge einige Clubs aus der Premier League interessiert. Angefangen bei Aufsteiger Crystal Palace über den FC Sunderland bis zum FC Fulham – alle wollen den 21-Jährigen, der sich in der vergangenen Saison beim englischen Zweitligisten FC Watford einen Namen gemacht hat. Dorthin hatte ihn Udine für eine Saison ausgeliehen, und der 1,80 Meter große Rechtsfuß nutzte die Chance. Seine Saisonbilanz: 43 Einsätze, 22 Tore, neun Assists und die Wahl zum Spieler des Jahres in der Liga.

Logisch, dass ein Akteur mit diesen Arbeitsnachweisen Interessenten auf den Plan ruft. Logisch auch, dass Udine angesichts des bis 2015 laufenden Vertrags gleich beide Hände aufhält. Der Club will mit dem tschechischen Nationalspieler (sieben Einsätze zwei Tore) richtig Kasse machen. Laut englischer Medien haben die Italiener bereits ein Zehn-Millionen-Euro-Angebot aus der Premier League abgelehnt. Sie wollen mehr.

Womit Werder definitiv aus dem Rennen wäre. Bei Summen dieser Größenordnung kann Sportchef Thomas Eichin nur abwinken. Aber dennoch: Die Bremer hoffen auf eine Chance, Vydra zu bekommen. Dann, wenn der Spieler es wirklich ernst meint, nur zu Werder zu wollen. Und wenn Udine sein Talent erst mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung ausstattet und dann zur weiteren Ausbildung erneut in eine europäische Liga schickt. Beim FC Brügge in Belgien und beim FC Watford war Vydra schon. Nun steht die nächste Entscheidung an. Berater Chovanec hat klare Vorstellungen, wie die ausfallen sollte: „Ein Jahr Leihe mit Kaufoption wäre eine gute Lösung für Werder und den Spieler – wenn Udine denn mitspielt.“

Es liegt an Giampaolo Pozza, dem schwerreichen Mäzen des Clubs. Ihm gehört neben Udinese Calcio auch der FC Watford und der FC Granada aus Spanien. Mehr als 100 Spieler hat er via Udine unter Vertrag, kauft sie jung ein, macht sie besser und teuer. Das Modell funktioniert seit Jahren. · csa

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