Werder will den lästigen Heimfluch brechen

„Die Jungs sind richtig heiß“

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„Wir haben hier so viele Punkte verloren. Jetzt wollen wir endlich auch zu Hause gewinnen, das brauchen wir“, betonte Torjäger Claudio Pizarro vor dem Duell mit dem Tabellendritten Hertha BSC.

Bremen - Exakt fünf Monate, genau 153 Tage – so lange ist es schon her, dass Werder im eigenen „Wohnzimmer“ mit den Fans feiern durfte. Am 30. August 2015 gelang ein 2:1 gegen Gladbach, doch insgesamt war das Weserstadion der reinste Selbstbedienungsladen für die Gegner: sechs Niederlagen, ein Unentschieden, ein Sieg. Das ist die gruselige Bremer Hinrunden-Heimbilanz. Aber ab heute (15.30 Uhr) soll alles besser werden.

„Wir haben hier so viele Punkte verloren. Jetzt wollen wir endlich auch zu Hause gewinnen, das brauchen wir“, betonte Torjäger Claudio Pizarro vor dem Duell mit dem Tabellendritten Hertha BSC.

Der Respekt vor den starken Berlinern ist zweifellos vorhanden – auch bei Werder-Coach Viktor Skripnik: „Hertha wird eine harte Nuss. Das ist eine sehr starke Mannschaft, kompakt und topfit. Bei denen hat in der Hinrunde alles gepasst, da kann man nur Komplimente verteilen.“ Aber unschlagbar sei der Gegner eben auch nicht, betonte Skripnik. Und Werder habe durch das unerwartete 3:1 beim Rückrunden-Auftakt auf Schalke reichlich Selbstvertrauen getankt. Das sollen heute die Bremer Fans im noch nicht ganz ausverkauften Stadion zu spüren bekommen. „Wir wollen uns zu Hause unbedingt besser präsentieren als in der Hinrunde“, forderte Skripnik und versprach: „Das Weserstadion ist unsere Adresse. Wir tun alles für die Zuschauer, geben Vollgas. Ich bin überzeugt, dass die Jungs richtig heiß sein werden.“ Beim zweiten Heimsieg der Saison hätte Werder gute Chancen, Platz 16 zu verlassen. Das sei natürlich auch wichtig für die Psyche, meint Skripnik.

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Ein großer Hoffnungsträger beim Versuch, den Heimfluch zu brechen, ist Pizarro. Der 37-Jährige hat in den vergangenen drei Pflichtspielen getroffen und fühlt sich nach komplett absolvierter Vorbereitung frisch für weitere Tor-Taten. „Ich bin gut drauf“, urteilte Pizarro, der seine bisherigen vier Saisontreffer alle in fremden Stadien erzielt hat: in Augsburg, Gladbach (Pokal), Frankfurt und auf Schalke. Nun plant der Peruaner sein erstes Tor im Weserstadion seit dem 5. Mai 2012, als ihm im letzten Werder-Spiel vor dem Wechsel zum FC Bayern ein Doppelpack gegen Schalke (2:3) gelang. „Zu Hause vor allen Fans zu treffen, ist noch schöner“, findet Pizarro. Wie er das gegen die defensivstarke Hertha (zuletzt vier Pflichtspielen ohne Gegentor) anstellen will, verrät er nicht. „Das werdet ihr am Samstag sehen“, sagte er vor einer Journalistenrunde – und grinste verschmitzt.

mr

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