Eichin kämpft um den Sulinger, doch der zögert mit der Unterschrift / „Ich bin kein geldgeiler Junge“

Werder will „alles tun“, um Yildirim zu halten

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Werders Özkan Yildirim überlegt noch, wie und wo es für ihn ab Sommer weitergeht. ·

Bremen - Das erste Angebote passte nicht, das zweite auch nicht. Doch Werder-Sportchef Thomas Eichin lässt nicht locker bei Özkan Yildirim. Er will den 20-jährigen Sulinger überzeugen, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag zu verlängern.

„Wir wollen ihn unbedingt behalten und werden alles dafür tun“, kündigt Eichin an und ergänzt: „Özkan ist ein guter, talentierter Spieler. Und ich denke, er ist nicht abgeneigt, weiter für Werder zu spielen.“

Doch Yildirim, der schon seit der U 11 für Werder spielt, zögert. Allerdings nicht aus finanziellen Gründen, wie er versichert: „Ich habe schon mehrfach gehört, dass ich ein geldgeiler Junge sein soll. Aber das stimmt nicht. Es geht nicht um Zahlen, ich will mich wohlfühlen.“ Und am wohlsten fühlt man sich als Fußballprofi, wenn man regelmäßig und möglichst viel spielt.

Zuletzt war aber genau das nicht der Fall, trotz der großen Personalnot. Am Samstag in Düsseldorf fehlten Werder zehn Profis. Die Chancen, nach vier Einwechslungen erstmals in der Bundesliga in der Startelf zu sein, standen nicht schlecht. „Viele haben damit gerechnet, dass ich von Anfang an spiele. Und ich hatte gehofft, dass ich zumindest reinkomme“, gesteht Yildirim. Doch dann ließ Trainer Thomas Schaaf sein Offensiv-Talent 90 Minuten auf der Bank, brachte für die linke Außenbahn stattdessen den zuletzt formschwachen Eljero Elia als Joker. Möglicherweise hat Yildirim, der in der Winterpause nach 16-monatiger Verletzung endlich den Sprung zu den Profis geschafft hatte, das noch mehr ins Grübeln gebracht. Möglicherweise zweifelt er immer mehr daran, in Bremen die gewünschte Perspektive zu haben.

Nun ist „Ötzi“ keiner, der sich lautstark beschwert oder irgendetwas einfordert. Dass er mehr Einsatzzeiten haben und eine wichtigere Rolle spielen möchte, ist trotzdem herauszuhören – und zwar, wenn er über Julian Draxler spricht: „Ich habe mit ihm in der U 18 zusammengespielt. Er ist damals ins kalte Wasser geworfen worden und hat bei Schalke das volle Vertrauen bekommen. So kann man sich weiterentwickeln.“

Wie es mit ihm weitergeht, mag Yildirim noch gar nicht beurteilen: „Es ist offen. Werder bleibt mein erster Ansprechpartner, aber ich habe ein paar gute Angebote und möchte darüber nachdenken.“ Jedoch nicht allzu lange, denn bis Ende April – das wiederholte er – würde er gerne Klarheit haben: „Es wäre super, wenn bis dahin alles geregelt ist.“ · mr

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