Souveräner Erfolg in Delmenhorst gegen Racing Santander / „Viel Spielfreude“

Werder wieder frisch – 3:1

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Sandro Wagner erzielte die zwischenzeitliche 2:0-Führung

Delmenhorst - Von Malte Rehnert · Es war nicht nur der sechste Sieg im sechsten Test, es war „ein Schritt nach vorne“. So umschrieb Werder-Trainer Thomas Schaaf das 3:1 (1:0) gestern Abend gegen Racing Santander.

„Es war erheblich besser als gegen Freiburg“, ergänzte der Coach nach dem souveränen Erfolg vor 6 000 Zuschauern im städtischen Stadion an der Düsternortstraße in Delmenhorst. Auch Manager Klaus Allofs sah „eine Menge Spielfreude“.

Gegen den Erstligisten aus dem spanischen Norden, der gerade ein Trainingslager in Schneverdingen (Lüneburger Heide) abhält, begann Werder fast mit der identischen Aufstellung und Ausrichtung wie am Freitag im ersten richtigen Härtetest gegen den SC Freiburg (2:1). Einzige Änderung: Im defensiven Mittelfeld durfte Peter Niemeyer anfangen, Philipp Bargfrede saß auf der Bank. Ganz vorne hingegen vertraute Schaaf wieder auf das Dreigestirn Hugo Almeida (links), Claudio Pizarro (Mitte) und Marko Arnautovic (rechts). Das Zusammenspiel des Trios sah schon besser aus als gegen Freiburg, was allerdings für die gesamte Mannschaft galt. Werder wirkte beim ersten Einsatz der neuen, weißen Auswärtstrikots wieder frischer, zielstrebiger, gefährlicher. Schon in der ersten Minute köpfte Aaron Hunt, erneut Spielgestalter hinter dem Dreiersturm, knapp drüber.

Bilder vom Spiel in Delmenhorst

Werder besiegt Santander

Die Bremer blieben am Drücker und gingen in der 20. Minute verdient in Front. Clemens Fritz durfte ungestört die komplette rechte Außenbahn entlangmarschieren und dann auch noch völlig unbedrängt flanken. Pizarro stand goldrichtig und köpfte aus sechs Metern das 1:0. Danach verpassten Niemeyer (24./drüber) und Tim Borowski (Kopfball auf die Latte/32.) den zweiten Treffer. Die Spanier hatten ebenfalls einige Gelegenheiten, die Werder-Keeper Sebastian Mielitz (diesmal komplett in knalligem Orange) jedoch nicht vor Probleme stellten. Mit den quirligsten Eindruck bei Racing machte noch der 1,67 Meter kleine Stürmer Pedro Munitis (35), der von 2000 bis 2003 bei Real Madrid gespielt hatte. Santanders größter Star Luis Garcia, immerhin Champions-League-Sieger 2005 mit dem FC Liverpool, wurde nur eingewechselt (60.).

Zur zweiten Halbzeit traten alle drei Werder-Stürmer nicht mehr an, es kamen in Freiburg-Matchwinner Markus Rosenberg und Sandro Wagner zwei neue Angreifer – und mit ihnen die Systemumstellung auf zwei Spitzen. Wagner hatte auch gleich eine Riesenmöglichkeit, schob den Ball aber vorbei (47.). Gut zehn Minuten später machte er es besser, köpfte nach einer präzisen Rosenberg-Flanke das 2:0 (58.). Danach verflachte die Partie, nahm erst am Ende wieder Fahrt auf. Nach Vorlage von Felix Kroos war Rosenberg zur Stelle, besorgte das 3:0 (83.) und machte nach dem Doppelpack gegen Freiburg schon wieder auf sich aufmerksam. Ivan Bolado schaffte immerhin noch den Ehrentreffer für Racing (86.).

„Es war nicht nur ein gutes Ergebnis, sondern auch ein gutes Spiel“, resümierte Schaaf: „Alle haben sich gut bewegt, waren aktiv. Wir standen kompakt und haben schnell kombiniert.“

Werder: Mielitz - Fritz (63. Kroos), Prödl, Pasanen, Boenisch (63. Corzo), Niemeyer, Hunt (63. Barros), Borowski (68. Husejinovic), Arnautovic (46. Rosenberg), Pizarro (46. Bargfrede), Almeida (46. Wagner).

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