Sportchef Allofs bestätigt Gespräche mit 33-Jährigem vom FC Arsenal

Werder verhandelt mit Abwehr-Star Silvestre

Soll Werder verstärken: Abwehrspieler Mikael Silvestre.

Genua - Von Arne Flügge · Still und heimlich hat Klaus Allofs den Deal eingefädelt. Während sich die Mannschaft am Dienstagnachmittag in Ruhe auf das Qualifikations-Rückspiel zur Champions League gegen Sampdoria vorbereitete, saß der Werder-Sportchef im Bremer Mannschaftshotel „Villa Savoia“in Genua und verhandelte mit Mikael Silvestre über einen Wechsel zu Werder Bremen.

Der 33-jährige Franzose, der sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der linken Abwehrseite spielen kann, hat sich unter anderem bei Manchester United einen Namen gemacht, kickte zuletzt für Arsenal London, ist derzeit aber vereinslos und kostet daher keine Ablöse.

„Ich will daraus kein großes Versteckspiel machen. Ja, er war bei uns im Hotel. Mikael war gerade in Südfrankreich, nur 150 Kilometer von Genua entfernt. Da hatte es sich angeboten, dass er rüberkommt. Wir haben zusammen mit Trainer Thomas Schaaf die Situation besprochen“, bestätigte Werder-Sportchef Klaus Allofs gestern Mittag nach der Landung in Bremen das Interesse am Abwehrspieler. Schaaf hatte angesichts der langwierigen Verletzung von Naldo sowie der bevorstehenden schweren Aufgaben in der Champions League noch einen gestandenen Defensivspieler gefordert, „der uns sofort weiterhelfen kann“. Des Trainers Wunsch scheint nun in Erfüllung zu gehen. Die französische Zeitung „Provence“ schrieb bereits gestern, dass Silvestre bei Werder einen Zweijahresvertrag unterzeichnen wird. Das wiederum wollte Allofs noch nicht bestätigen. Er meinte aber, dass Silvestre durchaus in das von Schaaf geforderte Profil passt. „Er ist ein älterer Spieler, der eine Riesenerfahrung hat. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, könnte das interessant sein“, meinte Allofs, der aber noch von „anderen Optionen“ sprach.

Grundlegend scheint Werder bereit zu sein, die 15,5 Millionen Euro aus dem Özil-Transfer zu Real Madrid zumindest teilweise in neue Spieler zu investieren.

Einen wird’s besonders freuen: Per Mertesacker. Der Bremer Abwehrspieler hatte trotz der Champions-League-Qualifikation beim 2:3 in Genua (Hinspiel 3:1) Defizite im sportlichen und personellen Bereich gesehen und massiv Verstärkungen gefordert. „Wir haben ein gutes Potenzial und durch das Weiterkommen gezeigt, dass wir gut dabei sind“, sagte der 25-Jährige, „aber es muss aufgerüstet werden, um in der Champions League konkurrenzfähig zu sein.“

Werder war in Genua mit einer Rumpfelf von nur 14 Feldspielern angetreten. Naldo, Aaron Hunt und Hugo Almeida fehlten verletzt, Mesut Özil war vor einer Woche an Real Madrid verkauft worden. „Es ist nicht einfach bei uns, wenn Spieler fehlen oder wechseln. Wir haben gesehen, dass wir einen ganz dünnen Kader haben“, seufzte Mertesacker: „Unter den Voraussetzungen ist es fast schon ein Wunder, dass wir uns noch qualifiziert haben. Wir mussten schon wieder mit einer veränderten Mannschaft auftreten, die sich wieder erstmal finden musste.“

In die Sorge, der Kader könnte für die Königsklasse nicht ausreichend sein, mischte sich bei Mertesacker freilich auch die Freude, das Ziel überhaupt erreicht zu haben: „Die Champions League ist durch nichts zu ersetzen. Sportlich wie finanziell ist das die absolute Nummer eins. Wir haben den letzten Schritt getan.“

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Viele Tote bei Anschlag in Manchester - Täter ermittelt

Viele Tote bei Anschlag in Manchester - Täter ermittelt

Ajax gegen Man United: Ein "Giganten-Duell" im Schatten des Terrors

Ajax gegen Man United: Ein "Giganten-Duell" im Schatten des Terrors

Lkw-Unfall an Stauende in Oyten

Lkw-Unfall an Stauende in Oyten

Meistgelesene Artikel

Alles anders im Angriff?

Alles anders im Angriff?

Sambou Yatabare vor dem Abflug

Sambou Yatabare vor dem Abflug

Rene Adler kein Thema für Werder

Rene Adler kein Thema für Werder

Raphael Wolf verabschiedet

Raphael Wolf verabschiedet

Kommentare