Bremen erwartet bei Union heißer Tanz

Werder unter Druck – und Schaaf findet’s gut

ZWEI HERREN, EINE MEINING: „Im Spiel wird sich zeigen, wie weit wird sind“, sagen Trainer Thomas Schaaf (li.) und Tim Borowski unisono.

BREMEN - Von Arne Flügge. Jetzt wird’s ernst: Nach vier Wochen intensiver Vorbereitung steht für Werder Bremen heute (14.30 Uhr) der Pflichtspielauftakt an. In der ersten Runde des DFB-Pokals spielt die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf beim ambitionierten Zweitligisten Union Berlin.

Werder ist klarer Favorit und obendrein noch Titelverteidiger. Erhöht sich dadurch noch einmal der Druck? „Nein“, glaubt Schaaf, „wir haben immer Druck und müssen den auch aufbauen. Denn dann sind wir wach.“ Schlafmützigkeit kann sich Werder gegen die Berliner schließlich nicht leisten.

 „Gegen Union wird uns alles abverlangt, das müssen wir uns vor Augen führen“, fordert Tim Borowski: „Tun wir das nicht, wird es eine ganz, ganz schwere Kiste.“ Für Borowski ist es nach seiner Rückkehr zu Werder die Pflichtspielpremiere. „Ich freue mich, dass es losgeht“, sagt der 29-Jährige, der die Vorbereitung genutzt hat, um rechtzeitig richtig fit zu sein. „Ich fühle mich sehr gut“, erklärt „Boro“.

Wie weit er und die Mannschaft tatsächlich sind, wird sich allerdings erst heute auf dem Platz zeigen. „Wir haben intensiv und gut trainiert, doch das Spiel wird zeigen, wo wir stehen“, glaubt der Mittelfeldspieler. Sein Trainer pflichtet ihm bei. „Wir werden im Spiel sehen, wie weit wir sind. Trotzdem erwarte ich eine sehr starke Leistung von der Mannschaft.“

Geschenkt bekommen werden die Bremer heute im Stadion „An der Alten Försterei“ freilich nichts. 18 955 frenetische Zuschauern werden ihr Team nach vorn peitschen. Und Unions Trainer Uwe Neuhaus impfte seinen Spielern schon einmal ein, worum es geht und fordert vor der Partie „bedingungslosen Kampf und totale Leidenschaft“. Hohe Moral und Kampf – das waren auch die Worte, die Unions Sportdirektor Christian Beeck vor der Partie in den Mund nahm.

Werder kann sich also auf einen heißen Fight gefasst machen. Für die Bremer bedeutet das, nicht nur von Anfang an dagegenzuhalten. „Wir müssen unsere Leistung abrufen und unser Spiel durchziehen“, fordert Schaaf. Personell können die Bremer aus dem Vollen schöpfen. Nach den Eindrücken vom Abschlusstraining gestern wird Petri Pasanen anstelle von Sebastian Boenisch auf der linken Verteidigerposition spielen. Das Mittelfeld bilden Tim Borowski, Torsten Frings sowie wie beiden Youngster Marko Marin und Mesut Özil. Im Sturm sollen Boubacar Sanogo und Hugo Almeida für die nötigen Tore sorgen.

Nicht nominiert wurden gestern Dusko Tosic, Marco Futacs, Said Husejinivoc, Sebastian Prödl und Martin Harnik. „Ich war zwei Tage krank. Da ist es okay, dass ich nicht dabei bin“, so Harnik. Auch Prödl hatte bereits damit gerechnet, nicht mit nach Berlin fahren zu dürfen. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent“, sagte der Abwehrspieler.

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