Rückkehrer Claudio Pizarro über den Ex-Club, die Reservistenrolle in München und das selbst auferlegte Jubel-Verbot

„Werder überrascht mich positiv“

Werder-Bremen - MÜNCHEN/BREMEN · Ob er heute von Anfang an spielt? Claudio Pizarro weiß es noch nicht. Und wenn er es wüsste, würde er es nicht sagen. Aber natürlich hofft er, dass er für den FC Bayern und gegen seinen Ex-Club Werder ran darf.

„Das würde mich sehr freuen“, sagt der Peruaner, der im Sommer zum zweiten Mal in seiner Karriere Bremen verließ, um in München glücklich zu werden. Wie groß das Glück dort tatsächlich ist, beantwortete der 33-Jährige gestern in einer Telefonkonferenz mit Bremer Journalisten.

Ihre Bundesliga-Einsätze in dieser Saison summieren sich gerade einmal auf 42 Minuten. Wie fällt da Ihre Zwischenbilanz aus?

Claudio Pizarro:Sehr gut. Ich bin mit ein paar Problemen nach München gekommen, habe nicht die ganze Vorbereitung mitgemacht. Es hat leider ein bisschen gedauert, bis ich richtig fit war. Aber jetzt fühle ich mich gut.

War es sogar von vornherein so abgesprochen, dass Sie der Reservist hinter Mario Mandzukic oder dem derzeit verletzten Mario Gomez sein würden?

Pizarro:Nein, abgesprochen nicht. Ich wusste, dass es nicht einfach wird, hier immer zu spielen. Ich hatte schon im Kopf, dass es passieren kann, auf der Bank zu sitzen. Aber es wird auch Rotation geben, weil wir viele Wettbewerbe spielen. Das kann ein Stürmer alleine nicht schaffen. Im Moment ist Mario Mandzukic in einer sehr guten Phase, und ich freue mich, dass ich manchmal ein bisschen spielen kann. Ich hoffe natürlich, dass die Einsatzzeiten in den kommenden Spielen länger werden und ich ein paar Tore machen kann. Das brauche ich für mein Selbstvertrauen.

Würden Sie einen Treffer gegen Werder bejubeln?

Pizarro:Ich habe noch nie ein Tor für Bayern gegen Bremen bejubelt – und das würde ich auch diesmal nicht machen.

Ihr Vertrag in München läuft nur über ein Jahr – geht die Karriere danach noch weiter oder ist es heute Nachmittag Ihr letzter Auftritt im Weserstadion?

Pizarro: Ich hoffe nicht. Ich möchte noch ein paar Jahre Fußball spielen. Nach dem Jahr soll noch nicht Schluss sein. Ob ich weiter in München spiele, wird sich zeigen.

Wie bewerten Sie die aktuelle Entwicklung bei Werder?

Pizarro:Ich bin positiv überrascht. Es sind ein paar neue Spieler dazu gekommen, die schon gute Spiele gemacht haben. Werder hat vor der Saison den Liga-total-Cup gewonnen, dann kam eine kurze Phase, in der es nicht so lief. Aber jetzt sind sie wieder gut drauf.

Wie denken Sie über Nils Petersen und Joseph Akpala, Ihre Nachfolger im Werder-Sturm?

Pizarro:Ich glaube, die werden einen guten Job machen.

Wären Sie nicht doch besser in Bremen geblieben?

Pizarro:Nein, ich habe die richtige Entscheidung für mich getroffen. Natürlich vermisse ich Bremen ein bisschen.

Sie werden heute nachträglich offiziell von Werder verabschiedet. Pfiffe gegen Sie sind dabei kaum zu erwarten, oder?

Pizarro:Ich mache mir darüber keine Gedanken. Damals, beim ersten Wechsel, waren ein paar Pfiffe dabei. Ich hoffe, das wird diesmal nicht passieren. Das würde mich freuen. · csa

Das „wahnsinnige Schlitzohr“ wird verabschiedet

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