Werder trotz Sturmlauf im Nordderby nur remis

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50. Minte: Per Mertesacker bewahrte Werder mit seinem Ausgleichtreffer vor einer erneuten Pleite.

Bremen - Für Werder Bremen wird die Abstiegsgefahr in der Fußball-Bundesliga immer realer, die sportliche Talfahrt an der Weser hält an. Trotz überlegener Spielweise kamen die Hanseaten im Nordderby gegen Hannover 96 über ein 1:1 (0:1) nicht hinaus und können im Kampf um den Klassenerhalt kaum Luft schöpfen.

Nationalspieler Per Mertesacker bewahrte Werder mit seinem Ausgleichstreffer in der 50. Minute immerhin vor einer Pleite. Die Gäste hingegen behaupteten Rang vier und dürfen weiterhin von einem internationalen Wettbewerb träumen. Vor 39.500 Zuschauern im fast ausverkauften Weserstadion erzielte Didier Ya Konan den Führungstreffer für die Niedersachsen.

Der Ivorer tanzte in der 26. Minute sowohl Michael Silvestre als auch Mertesacker aus und ließ Werder-Torwart Sebastian Mielitz mit einem platzierten Flachschuss in die lange Ecke keine Abwehrchance. Es war bereits das elfte Saisontor des Hannoveraner Stürmers, dessen Einsatz wegen einer Knieverletzung lange fraglich gewesen war.

Vier Minuten nach Wiederbeginn kam die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf, der zum 400. Mal auf der Werder-Bank saß, zum verdienten Ausgleichtreffer. Mertesacker war aus kurzer Distanz mit einem kraftvollen Kopfstoß erfolgreich. Die Platzherren intensivierten daraufhin ihre Bemühungen in der Offensive, ließen aber in der Offensive die Durchschlagskraft vermissen.

Remis in Bremen

Remis in Bremen: Werder und Hannover 96 trennen sich 1:1

„Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie gewinnen will und dass sie sich gegen die Situation stemmt. Der Wille und die Begeisterung waren da, und das zählt für mich“, sagte Schaaf. „Wir haben versucht, die Entscheidung herbeizuführen. In der Beziehung kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber nicht irgendwann, sondern möglichst bald müssen wieder drei Punkte her.“

Den Bremern steht am kommenden Samstag ein weiteres schweres Nordderby beim Hamburger SV bevor - möglicherweise ohne Claudio Pizzaro. Der Topstürmer der Bremer wurde mit einer Muskelverletzung in der 63. Minute ausgewechselt.

Die Gäste hätten sich in der Phase nach dem Ausgleich nicht über einen weiteren schnellen Gegentreffer beklagen dürfen, denn wie fast während der gesamten Partie gaben die Platzherren weiter den Ton an. Bereits in der Auftaktviertelstunde hatten die Gäste drei gefährliche Situationen zu überstehen. In der 9. und 12. Minute klärte jeweils 96-Torhüter Ron-Robert Zieler gegen Claudio Pizarro beziehungsweise Marko Arnautovic.

Chancenlos wäre der Nachwuchs-Keeper in der 14. Minute gewesen, doch ein abgefälschter Schuss von Werder-Kaptiän Torsten Frings ging nur ans Außennetz. Dicht vor dem Führungstreffer standen die Hanseaten auch in der 21. Minute, doch ein Kopfball von Innenverteidiger Sebastian Prödl wurde zur Ecke geblockt. In dieser Phase standen die Hannoveraner unter enormem Druck und konnten nur wenige Entlastungsangriffe starten. Die erste wirkliche gefährliche Attacke endete mit dem Führungstor.

In der Schlussphase ließen sich die Hannoveraner immer mehr zurückfallen und waren nur noch darauf bedacht, das kostbare Remis über die Zeit zu retten. Erschwerend kam hinzu, dass 96-Coach Mirko Slomka den gelb-rot-gefährdeten Ya Konan sicherheitshalber vorzeitig vom Feld nehmen musste. Dennoch fuhren sie noch zwei Konter, an deren Ende Werder-Torwart Sebastian Mielitz in höchster Not klären musste.

Die sehr engagierten Mittelfeldspieler Aaron Hunt und Marko Marin waren die besten Spieler bei den Bremern. Neben Torschütze Ya Konan verdiente sich bei „96“ der nahezu fehlerlose Schlussmann Zieler eine gute Note.

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