Stammspieler-Status weg, Verkauf aber kein Thema

Kohfeldt: „Sane ist nicht mehr unantastbar“

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Hat aktuell gegenüber Milos Veljkovic das Nachsehen: Lamine Sane.

Algorfa - Den Haken hinter die Verspätung von Lamine Sane hat Trainer Florian Kohfeldt mit dem dicken Edding gezogen.

„Gefreut habe ich mich zwar nicht. Schließlich hat er den ersten Tag verpasst – und das ist in einer so kurzen Vorbereitung viel. Aber Lamine hat uns die Gründe erklärt, da ist alles gut“, sagt er. Was aber nicht bedeutet, dass zwischen Sane und Trainer tatsächlich alles super-harmonisch wäre. Denn die Situation, dass der Innenverteidiger nicht mehr erste Wahl ist, bleibt bis auf Weiteres bestehen. „Lamine ist nicht mehr unantastbar, das ist keine Frage. Es wäre auch Blödsinn, wenn ich das erzählen würde“, sagt der Coach.

Veljkovic im Duell vorn

Seit Kohfeldt Trainer ist bei Werder Bremen, sinkt Sanes Stern. Immer, wenn die Viererkette in der Defensive das Mittel der Wahl ist, sitzt der Senegalese auf der Bank. Ein Einschnitt für ihn – logische Konsequenz für Kohfeldt: „Ich sehe ihn im Zweikampf mit Milos Veljkovic, gegen ihn muss er sich durchsetzen. Aber Milos hat in den letzten Wochen durch Leistung untermauert, dass er den Anspruch hat, dauerhaft zu spielen.“

Deutlicher hätte Kohfeldt nicht erklären können, dass er Veljkovic vor Sane sieht. Aber er schickt den 30-Jährigen deshalb nicht gleich aufs Altenteil, sondern versucht, ihn für das Duell mit dem acht Jahre jüngeren Serben zu motivieren. „Ich bin guter Hoffnung, dass er den Kampf annimmt in der Rückrunde. Dann hat Lamine gute Chancen, auch in einer Viererkette zu spielen.“

Gespräche als Problemlöser

Zusätzliche Würze bekommt das Thema durch den WM-Aspekt. Sowohl Sane als auch Veljkovic benötigen regelmäßige Einsätze, um sich für einen Platz im WM-Kader ihres Landes zu empfehlen. Bisher ist Sane dahingehend der Verlierer. Kohfeldt: „Ich habe großes Verständnis für Lamines persönliche Situation. Ich weiß auch, dass es ein Unterschied ist, ihn oder einen 20-Jährigen auf die Bank zu setzen. Wir versuchen, das über Gespräche zu regeln. Da wirst du aber nie eine komplette Zufriedenheit reinbekommen, das ist auch klar.“

Vereinswechsel kein Thema 

Für Sane könnte ein sofortiger Vereinswechsel eine Lösung sein. Aber da würde Kohfeldt nicht mitspielen. „Aus verschiedensten Gründen möchte ich keinen Spieler abgeben“, bekräftigt er seine Haltung.

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Quelle: DeichStube

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