Thomas Schaaf verlässt die Raute

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Philipp Bargfrede (88.) und Denni Avdic (89.) trafen gegen die Tirol-Auswahl.

Von Egon Hirte - Keine Fußball-Mannschaft stand so sehr für die Mittelfeld-Raute wie Werder Bremen. Doch Trainer Thomas Schaaf wird das System ändern. Zwei erfolglose Spielzeiten und die Neuzugänge machen es möglich.

Der Umbruch bei Werder Bremen ist gewaltig. Nicht nur, dass Stars wie Naldo, Claudio Pizarro, Tim Wiese oder Marko Marin den Club verlassen haben. Auch das System mit der Mittelfeld-Raute steht vor der Ausmusterung. Allerdings lässt sich Trainer Thomas Schaaf nicht so einfach in die Karten blicken. Das neue System ist gerade in der Testphase. „Wir versuchen, verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren. Wir müssen schauen, wo sich die Mannschaft am wohlsten fühlt, wo wir am ehesten Erfolg haben“, meint der Bremer Coach.

Lange Jahre war diese Formation für Thomas Schaaf das Erfolgsrezept. Die Raute machte er 2004 mit dem Gewinn des Meistertitels in der Liga salonfähig. Seit zwei Jahren hinkt das Team jedoch taktisch gesehen in der Liga hinterher. Rang 13 und Platz neun in den vergangenen beiden Jahren haben Spuren hinterlassen. Jetzt will auch Schaaf endlich etwas ändern. Der frühere Abwehrspieler erklärt: „ Wir müssen insgesamt flexibler werden, müssen noch mehr umsetzen. Wir wollen jetzt nicht immer hin- und herspringen. Daher werden wir am Ende nicht zwischen sechs verschiedenen Variationen auswählen.“

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In den drei Testspielen gegen unterklassige Gegner wurde meist mit einem offensiven 4-1-4-1-System mit zwei Außenstürmern operiert. An der Tatsache, dass Werder demnächst mit offensiven Außen spielen wird, gibt es generell wenig Zweifel. Immerhin zahlte Clubchef Klaus Allofs knapp 5,5 Millionen Euro an Juventus Turin, um mit Eljero Elia einen Spieler zu verpflichten, der genau dort seine Stärken besitzt. Gemeinsam mit dem Österreicher Marko Arnautovic soll der Niederländer die neue Flügelzange bilden. Die beiden Paradiesvögel sollen den bisherigen Bayern-Stürmer Nils Petersen mit Flanken füttern.

Doch egal, ob 4-1-4-1 oder 4-2-3-1. Geschäftsführer Klaus Allofs hat klare Vorgaben an seine Profis: „Wichtig ist, dass wir taktisch diszipliniert auftreten. Dazu muss jeder versuchen, den entscheidenden Ball zu spielen. Da haben wir einige taktische Denkmodelle. Wir haben noch einige Spiele jetzt vor uns, da können wir noch einiges verfeinern.“ Am Freitag trifft Werder Bremen auf Energie Cottbus. Das Duell gegen den Zweitligisten wird der erste Gradmesser. Nicht nur für die Spieler, sondern auch für das neue System. dpa

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