Der Test gegen FK Rad Belgrad zeigt deutlich das Bremer Problem mit den Rückkehrern

Werder sucht sein Spiel und findet ein 2:0

Werders Marko Marin (l.) und Claudio Pizarro (r.) spielten gestern gegen Belgrad gemeinsam die erste Halbzeit.

BAD WALTERSDORF · Natürlich freute sich Werder-Coach Thomas Schaaf gestern Abend über den 2:0 (0:0)-Testspielsieg gegen den FK Rad Belgrad, und er freute sich auch über die Rückkehr von Torsten Frings, Daniel Jensen und Marko Marin, aber die Freude war nicht überschwänglich.

Denn Werder, das ohne die WM-Helden Per Mertesacker, Mesut Özil und Tim Wiese angetreten war, hat ein Problem – und das schilderte der Trainer nach der Partie im Thermenstadion von Bad Waltersdorf sehr ausführlich.

Werder Bremen - FK Rad Belgrad

Werder Bremen - FK Rad Belgrad

„Man hat heute die ganze Schwierigkeit gesehen, die sich auftut. Wir wollen hinkriegen, dass die Spieler, die bislang nicht dabei waren, hereinfinden. Aber das stört den Spielfluss, weil sie noch nicht so weit sind“, berichtete Schaaf und haderte: „Man ist auf der Suche nach dem, was man spielen möchte. Deswegen läuft es auch nicht rund. Das ist unser Problem der nächsten Wochen, aber es muss trotzdem funktionieren.“ Deswegen sei es umso wichtiger trotz aller Widrigkeiten gewonnen zu haben – quasi als Beruhigungspille für die Beteiligten, das Umfeld und die Fans. Denn die Zeit läuft gegen Werder, schon in zwei Wochen steht die so wichtige Qualifikation für die Champions League an.

Dann wird, dann muss eine andere Mannschaft als gestern auf dem Platz stehen. In der Viererkette war in Clemens Fritz nur eine vermeintliche Stammkraft dabei. Immerhin lief’s hinten nicht so chaotisch wie noch am Samstagabend bei der 1:2-Pleite in Szombathelyi. Trotzdem hatten die anfangs sehr lauffreudigen und etwas übermotivierten Serben vier richtig gute Chancen, die aber Sebastian Mielitz mit starken Paraden vereitelte. Damit machte der Ersatzkeeper auch seinen schlimmen Ausflug aus der elften Minute vergessen, der zum Glück folgenlos geblieben war.

Im Spiel nach vorne tat sich Werder lange Zeit schwer. Den beiden „Sechsern“ Frings und Jensen war bei ihrem Comeback die lange Pause anzumerken. Marin wirbelte dagegen schon ganz munter und machte deshalb mehrfach Bekanntschaft mit der rustikalen Art des serbischen Erstligisten. Seinen feinen Freistoß (40.) parierte der starke Rad-Keeper Branislav Danilovic ebenso prächtig, wie er zuvor schon Jensens Freistoß an den Pfosten gelenkt hatte (18.).

Nach dem Wechsel scheiterten dann auch die eingewechselten Philipp Bargfrede (56.) und Marko Arnautovic (57.) am Aluminium. Der Österreicher hatte dann noch eine Schrecksekunde zu überstehen, als er nach einer Hereingabe ausgerechnet den Werder-Fotografen abräumte und in der Bande landete (77.). Aber es war alles noch einmal gut gegangen. Und auch im Spiel gab’s vor 400 Zuschauern noch ein Happy End: Erst drosch der erst Sekunden zuvor ins Spiel gebrachte Aleksandar Pantic den Ball ins eigene Netz (81.), dann machte Aaron Hunt mit einem 28-Meter-Hammer alles klar (84.).

Werder:Mielitz - Fritz (64. Corzo), Prödl, Niemeyer, Barros - Jensen (46. Bargfrede), Frings (46. Hunt) - Kroos (64. Husejinovic), Marin (46. Almeida) - Pizarro (46. Almeida), Wagner (64. Rosenberg).

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