Trainingsstart mit klarer Botschaft, hohen Zielen und „großer Begeisterung“

„Werder steht über allem“

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Oben der Verein, in der Mitte die Rückennummer und unten der Name – so sehen die neuen Werder-Trikots von hinten aus. Assani Lukimya (links) präsentiert das grüne, Nils Petersen (rechts) das grau-schwarze. Und Trainer Thomas Schaaf trägt das mango-farbene Freizeitshirt.

Bremen - Werder ist wieder da! Mit neuen Spielern, neuen Trikots und neuer Angriffslust. Der Trainer ist zwar nicht neu, hat aber in der Sommerpause neue Energie getankt.

„Wir konnten es kaum erwarten, dass es richtig losgeht und sind alle sehr gespannt auf die Arbeit, die vor uns liegt“, sagte Thomas Schaaf gestern beim Vorbereitungsstart und ergänzte: „Es herrscht eine große Begeisterung, eine sehr positive Stimmung.“

Werder will endlich wieder positive Schlagzeilen schreiben – und auch zurück nach Europa. Das machte Schaaf gestern schon mal deutlich: „Dass wir die internationalen Ränge anstreben, ist klar. Wir haben hier nach wie vor einen sehr hohen Anspruch, wollen viel erreichen.“

Das ist das neue Werder-Trikot

Das ist das neue Werder-Trikot

In den vergangenen beiden Spielzeiten, in denen die Bremer ähnliche Vorstellungen hatten, sprang letztlich aber wenig heraus. Am Ende standen die Plätze 13 und 9 – das internationale Geschäft wurde klar verpasst. Und nun haben auch noch namhafte Profis wie Nationaltorhüter Tim Wiese, Torjäger Claudio Pizarro oder Mittelfeld-Dribbler Marko Marin den Verein verlassen. Viele Fans sind schon nervös, haben teilweise Angst vor einem weiteren Absturz. Doch Schaaf wiegelt ab: „Das ist bei Veränderungen doch immer so – und wir haben einige Veränderungen. Da ist jeder gespannt und schaut erst mal, was passiert.“

Trainingsauftakt und Laktattest

Werder Bremen: Trainingsauftakt mit Laktattest und Pressekonferenz

Der Coach ist trotz noch nicht abgeschlossener Wechselaktivitäten („Wir schauen uns weiter um“) bereits jetzt überzeugt davon, dass der Kader die vorgegebenen Ziele erfüllen kann: „Wir liegen gut bei den Transfers, haben sehr gute Spieler dazubekommen. Ich freue mich auf die Mannschaft – und darauf, ein Gebilde zusammenzusetzen, das interessanten Fußball spielen kann.“

Nils Petersen, Assani Lukimya, Raphael Wolf, Richard Strebinger und der (wie Sokratis) noch bis zum Trainingslager im Zillertal urlaubende Theodor Gebre Selassie – die ganz großen Namen sind bei den Neuzugängen (bisher) nicht dabei. Werder setzt deshalb noch mehr auf das Kollektiv statt auf Einzelkönner. „Die Harmonie, das Zusammenarbeiten muss zuerst passen – erst dann kommt der einzelne“, betont Schaaf.

Wie wichtig das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation mit dem Verein ist, demonstrieren die Bremer künftig sogar auf ihrer Spielkleidung. Auf der Rückseite der neuen Trikots steht der Spielername ab sofort nicht mehr über, sondern unter der Nummer. Nach oben rückt der Vereinsname. „Das ist ein Signal und bedeutet: Werder steht über allem“, sagt Sportchef Klaus Allofs über die „Veränderung mit Symbolcharakter“, die aber keine Bremer Erfindung ist. Andere Clubs haben diese Aufteilung schon länger.

Auffällig war an den neuen Trikots auch, dass vorne noch kein Sponsorenlogo prangt. „Von der Ästhetik her müsste nichts drauf“, witzelte Allofs, fügte aber gleich ernst an: „Ich bin mir sicher, dass wir spätestens zu Beginn der Bundesliga-Saison einen Sponsor haben. Wir haben vollstes Vertrauen in unseren Vermarkter Infront.“ Dass Werder wegen der sportlichen Misserfolge nicht mehr so interessant für große Werbekunden ist, glaubt der Bremer Boss nicht. Allofs: „Werder bleibt attraktiv, wir haben neue Sponsoren in vielen Bereichen dazugewonnen.“ · mr

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