Werder startet heute die achttägige China-Reise

Ein großes, stressiges Abenteuer

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Oben Werder, unten Fritz: Die Bremer Trikots sind extra mit chinesischen Schriftzeichen beflockt worden.

Bremen - Los geht‘s! Heute Nachmittag um 14.30 Uhr hebt in Bremen der Flieger ab – und für Werder beginnt ein großes Abenteuer. Bei der ersten China-Reise des Bundesligisten betreten die Profis „komplettes Neuland“, wie Stürmer Nils Petersen sagt. Der achttägige Trip, der von der Deutschen Fußball-Liga unterstützt wird und rund eine halbe Million Euro in die Vereinskasse spült, ist für den Bremer Tross aber gewiss keine entspannte Sightseeing-Tour. Das Programm ist ziemlich straff.

„Wir sind alle schon sehr gespannt. Es wird sicherlich intensiv, exotisch und interessant. Wir werden einige Eindrücke mitnehmen“, glaubt Sportchef Thomas Eichin, der – wie die meisten Bremer – „noch nie in China“ war. „Da kommt dann auch mal etwas Außergewöhnliches in den Reisepass“, sagt Petersen und lächelt.

Bereits die Anreise hat es in sich, sie dauert einen ganzen Tag. Nach drei Stunden Flugzeit landen die Bremer zunächst in Istanbul, dort haben sie sechs Stunden Aufenthalt – immerhin aber in exquisiter Umgebung. Sponsor „Turkish Airlines“, der die Reise ebenfalls unterstützt, lädt in eine luxuriöse Vip-Lounge mit eigenem Kinosaal ein. Gegen halb zwölf geht’s weiter nach Peking. Bitter: Zu dieser Zeit läuft noch das WM-Achtelfinale zwischen Deutschland und Algerien. Neuneinhalb Stunden dauert der Flug in die chinesische Hauptstadt, die rund 20 Millionen Einwohner hat. Und dann erst mal ab ins Hotel? Von wegen! Werder fliegt nach dreieinhalb Stunden Wartezeit weiter nach Changchun im Nordosten der Volksrepublik. Wenn die Bremer dort ihre Koffer auspacken, ist es 20.30 Uhr (Ortszeit/14.30 Uhr MESZ) – die 24 Stunden Anreisezeit sind voll. Gleich am nächsten Morgen wird trainiert, abends (19.30 Uhr) steht das Testspiel gegen Changchun Yatai aus der Chinese Super League (erste Liga) auf dem Plan.

In den folgenden Tagen reist Werder noch in die Hafenstadt Tianjin, spielt dort am 5. Juli (19.30 Uhr) gegen Erstligist Tianjin Teda. Am 6. Juli geht es wieder nach Peking und einen Tag später zurück nach Hause. „Ich freue mich drauf, aber es wird auch sehr anstrengend“, weiß Kapitän Clemens Fritz: „Viel Reiserei, eine komplett neue Kultur, eine andere Zeitzone und anderes Klima.“ Momentan ist es heiß in den Gebieten, die Werder kennenlernt, dazu kommt eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit.

Trainingsauftakt bei Werder Bremen

Bei all den Strapazen wird aber auch noch ein bisschen Zeit bleiben, „um Land und Leute kennenzulernen“, sagt Eichin. Die Profis, die während eines interkulturellen Trainings auf die Sitten und Bräuche in China vorbereitet wurden, haben schon gewisse Vorstellungen von dem, was sie in ihrer Freizeit unternehmen wollen. „Ich hätte Lust auf die chinesische Mauer“, meint Fritz. Petersen würde gerne einen alten Kumpel treffen. Mit Shao Jiayi spielte der 25-Jährige einst Seite an Seite bei Energie Cottbus. Inzwischen ist Shao in seine chinesische Heimat zurückgekehrt und bei Beijing Guoan in Peking unter Vertrag. „Wir waren damals sehr gut befreundet und haben noch ab und zu Kontakt“, sagt Petersen. Der Wunsch nach einem Wiedersehen wird dem Bremer wohl erfüllt. Werder plant den Besuch eines spanischen Restaurants in Peking. Der Besitzer: Shao.

Die beiden Testspiele bestreitet Werder übrigens in extra beflockten Trikots mit chinesischen Schriftzeichen. Fritz hat seines schon gesehen und gerätselt: „Ich weiß, dass hinten Werder und der Name drauf ist. Ich weiß aber nicht, was oben und was unten steht...“

mr

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