Werder startet mit einem Heimspiel gegen Schalke – wie 2004

Die schräge Geschichte mit „Carola“

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Jannik Vestergaard kann gleich am ersten Spieltag die Nähe zu den Fans im Weserstadion suchen. „Super, dass wir mit einem Heimspiel anfangen“, sagt Werders Innenverteidiger.

Bremen - Das Daumendrücken hat geholfen! Nach drei Starts hintereinander in fremden Stadien darf Werder in der 53. Bundesliga-Saison zum Auftakt mal wieder zu Hause ran. „Endlich ein Heimspiel“, sagte Sportchef Thomas Eichin, als er gestern Mittag um kurz nach zwölf den von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) veröffentlichten Spielplan studiert hatte.

Der Bremer Gegner im ersten Spiel am 15. oder 16. August wird der FC Schalke 04 sein – genau wie 2004, als im Weserstadion Bundesliga-Geschichte geschrieben wurde. Wegen der beschädigten Kabelmuffe „Carola“ fielen damals Strom und Flutlicht aus – die Partie konnte erst mit über einer Stunde Verspätung angepfiffen werden. Werder durfte die Saison als amtierender Meister an einem Freitagabend eröffnen und gewann durch das späteste Tor der Bundesliga-Geschichte (Nelson Valdez um 23.13 Uhr) mit 1:0.

Diesmal wird samstags oder sonntags gespielt. Egal – Hauptsache zu Hause! „Super, dass wir mit einem Heimspiel anfangen. Und Schalke ist ein richtig guter Gegner. Sie haben einen neuen Trainer und wollen sicherlich gleich ein Zeichen setzen. Das wollen wir aber auch“, erklärte Werders Innenverteidiger Jannik Vestergaard. Trainer Viktor Skripnik erwartet gegen die „Königsblauen“ aus Gelsenkirchen „natürlich eine schwere Aufgabe. Aber wir freuen uns jetzt schon auf unsere Fans und die tolle Kulisse.“ Schalkes Sportchef Horst Heldt freut sich ebenfalls über Werder als Startgegner: „Bremen ist eine spannende Aufgabe. Sie sind zuletzt wieder heimstärker geworden. Wir haben in der jüngeren Vergangenheit aber gute Erinnerungen ans Weserstadion.“

Werder hatte sehr gehofft, nicht wieder so einen Hammer-Auftakt wie in den vergangenen beiden Spielzeiten zu haben. Da mussten die Bremer in den ersten vier Begegnungen jeweils drei Mal auswärts ran. Diesmal folgt nach Schalke der Auswärtsauftritt bei Hertha BSC in Berlin, anschließend geht es weiter gegen Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach (zu Hause) und 1899 Hoffenheim (auswärts). Eichin findet das Auftaktprogramm in Ordnung: „Wir haben am Anfang gute und attraktive Gegner – und einen normalen Rhythmus aus Heim- und Auswärtsspielen.“ Von den ersten drei Partien zwei im Weserstadion absolvieren zu dürfen, „tut auch mal gut. Da freue ich mich drauf, das kann gut sein für den Start“, sagt Eichin: „Denn zu Hause waren wir in der vergangenen Saison richtig stark.“ Ansonsten sieht der 48-Jährige die Ansetzung der 34 Spieltage „relativ emotionslos. Ob nun Glück oder Pech – gewinnen musst du sowieso. Darauf kommt es an. Da bringt es auch nichts, sich jetzt 1000 Szenarien auszumalen, wie es vielleicht werden könnte.“

Gut für Werder ist auf jeden Fall, dass neben dem ersten auch das letzte Spiel vor eigenem Publikum ausgetragen wird – am 14. Mai gegen Eintracht Frankfurt. Das kann ein Vorteil sein, sollte es beim Finale noch um wichtige Punkte gehen. In den vergangenen drei Jahren mussten die Bremer zum Abschluss stets reisen – nach Nürnberg, Leverkusen und zuletzt Dortmund.

Extrem wichtig für die Werder-Fans sind natürlich die beiden Nordderbys gegen Fast-Absteiger Hamburger SV. In der Hinrunde kommt der Erzrivale am 14. Spieltag (27. bis 29. November) zunächst nach Bremen, das Rückspiel ist dann im Volksparkstadion des HSV (22. bis 24. April). Zudem interessant ist der Heimspieltermin gegen den Deutschen Meister: Der FC Bayern München gastiert am neunten Spieltag (16. bis 18. Oktober) in Bremen – und damit zu Beginn der Freimarktzeit. Das Volksfest wird in diesem Jahr vom 16. Oktober bis 1. November gefeiert.

mr/sid

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