Werder hat an den Standards getüftelt, doch gebracht hat es nichts

Gute Ideen, keine Präzision

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Auch den Freistößen von Florian Grillitsch (li.) fehlt es an Genauigkeit.

Stuttgart - Sie hatten sich abgeschottet, eingeschlossen. Niemand sollte sehen, welche neuen Tricks sich Werder Bremen bei der Ausführung von Standardsituationen ausgedacht hat. Gestern zeigte sich, was drei Trainingstage im Geheimen gebracht haben. Nämlich nix.

Die neuen Ideen zündeten genauso wenig wie die alten. Weil das eigentliche Problem nicht behoben wurde: Die Bälle kommen nicht dorthin, wo sie hinkommen sollen. Weder Zlatko Junuzovic noch der für ihn eingewechselte Florian Grillitsch lieferten als Ausführer die nötige Präzision. Zum Ärger aller. Stürmer Anthony Ujah: „Unsere Laufwege waren gut, aber die Bälle kommen nicht so, wie wir es trainiert haben.“ Auch Geschäftsführer Thomas Eichin monierte: „Wir müssen uns bewegen, für Verwirrung beim Gegner sorgen, aber dann muss der erste Ball auch stimmen.“

Teilweise sah es kurios aus, was Werder bei Ecken oder Freistößen von außen machte. Erst liefen alle weg vom Ball, dann ging’s kehrt, kehrt, Marsch, Marsch. Oder alle bauten sich im Fünfmeterraum auf, schwärmten von dort aus. Blöd nur, dass jeweils der erste Stuttgarter den Ball abwehren konnte. Alles für die Katz’ also?

Gegen den VfB schon. In der Zukunft vielleicht nicht. „Es ist gut so. Wir werden es weiter praktizieren“, meint Eichin. Irgendwann, so die Hoffnung, wird es schon wieder klappen. In der laufenden Saison hat Werder erst zweimal nach ruhenden Bällen getroffen (ein Elfmeter, ein Kopfballtor nach Ecke). In der vergangenen Saison waren unter der Führung von Coach Viktor Skripnik 22 von 40 Toren nach Standardsituationen gefallen.

kni/csa

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