Werder-Spaßvogel überrascht seine Kollegen im Schlaf

Di Santos Liebeserklärung

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Ein bisschen Spaß muss sein… Franco Di Santo nutzte die Busfahrt, um die schlafenden Kollegen, Trainer und Physiotherapeuten mal ganz besonders in Szene zu setzen. Anschließend veröffentlichte er die Bilder als Collage in den sozialen Netzwerken – so wie hier bei Twitter.

Bremen - Geld oder Liebe? Franco Di Santo muss sich entscheiden. Auf der Rückreise vom Trainingslager im Zillertal bewies der Werder-Star immerhin schon mal, wie wichtig ihm die Liebe ist. Der Argentinier überraschte seine Kollegen im Schlaf, machte auf der Busfahrt nach München witzige Selfies mit ihnen, ließ daraus eine Collage basteln und über die sozialen Netzwerke mit dem Satz „Nach 18 Tagen harter Arbeit ist ein bisschen relaxen immer gut... hahaha. Ich liebe euch meine Freunde!!!“ verbreiten. Will so einer wirklich woanders spielen, den Club wechseln?

„Typisch Franco“, sagt Eichin zur Foto-Aktion und schmunzelt: „Franco ist immer positiv und für einen Spaß zu haben.“ Aber das nette Bild nun als gutes Zeichen im Kampf um eine Vertragsverlängerung zu bewerten, das würde Eichin dann doch zu weit gehen. Der Werder-Sportchef orientiert sich lieber an Fakten. Und da fehlt eben immer noch Di Santos Unterschrift unter dem Vertragsangebot. Und so lange das so ist, kann immer noch ein Club dazwischen funken. Vor allem aus England. Dort könnte Di Santo wohl in einer Woche so viel verdienen wie bei Werder in einem Monat. Angebote soll es geben. Doch der 26-Jährige hat bislang keines angenommen. Er zögert.

Grundsätzlich ist das erst einmal gut für Werder. Denn Eichin macht noch einmal deutlich: „Wir wollen unbedingt mit Franco verlängern.“ Der Stürmer ist „neben Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic ein Schlüsselspieler“, urteilte auch Aufsichtsratschef Marco Bode bei Radio Bremen: „An der Frage, ob Franco verlängert oder nicht, hängt einiges. Gelingt es uns, Franco zu behalten, sind wir gut aufgestellt für die neue Saison.“ Und wenn sich Vorstand und Aufsichtsrat einig sind, dann macht das auch die Verhandlungen etwas einfacher. „Wir geben wirklich alles, was wir drauf haben und verantworten können“, sagt Eichin.

„Wir kommen immer näher zueinander, sind aber noch nicht ganz beieinander“, hat er kürzlich in einem Interview mit Sport1.de erklärt. Nun möchte er keine weiteren Wasserstandsmeldungen mehr abgeben. Und schon gar nicht möchte er öffentlich Druck auf Di Santo ausüben. Das macht auch gar keinen Sinn, denn letztlich fehlen ihm auch die Mittel dazu. Bleibt der Spieler weiterhin unentschlossen, kann es sogar sein, dass er ohne Vertragsverlängerung in die Saison und Ende August sogar aus dem Transferfenster geht. Dann droht am Saisonende ein ablösefreier Wechsel des Angreifers. Das wäre alles andere als schön für Werder, aber auch nicht zu ändern. Denn damit zu drohen, ihn eine Saison lang auf die Tribüne zu verbannen, falls er nicht verlängert, kann sich der Bundesligist nicht leisten. Werder braucht Di Santo.

Aber Di Santo braucht auch Werder, um glücklich zu sein. Das hat er mehrfach betont. Er fühlt sich wohl, hat eine Heimat gefunden, wo es menschlich und sportlich passt. „Bitte geh nicht, Du tust dem Team und der Stadt soooo guuuuut!“, lautete einer der Kommentare unter Di Santos Foto-Aktion auf Facebook. Dieser Bitte von David Zwilling aus Bremen gibt es nichts hinzuzufügen.

kni

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