DFB-Pokal: Bremer heute in München / „Frings: „Wir machen es diesmal besser“

Werder sinnt auf Revanche für die Klatsche von Berlin

Das verlorene Pokalfinale gegen die Bayern beschäftigt Torsten Frings noch immer – und der Werder-Kapitän wäre glücklich, wenn heute die Revanche gelingen würde.

Werder-Bremen - Von Arne Flügge · Die Schmach von Berlin haben die Profis von Werder Bremen noch nicht vergessen. Sang- und klanglos verloren die Hanseaten im Mai das DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München mit 0:4.

„Damals haben wir eine richtige Klatsche gekriegt, die wehtat, weil wir chancenlos waren und verdient verloren haben“, erinnert sich Bremens Kapitän Torsten Frings. Heute (20.30 Uhr/ live in der ARD und bei Sky) kommt’s in München bereits in der zweiten Runde des Vereinspokals zur Neuauflage des Duells – und Frings verspricht: „Wir werden es diesmal besser machen.“

Alle Bilder vom Abschlusstraining

Trainieren für den Pokal-Kracher

Frings schöpft seine Hoffnung mehr aus dem Aufwärtstrend der Bremer in den vergangenen Wochen („Wir haben uns gesteigert. Daran müssen wir anknüpfen“) als weniger aus der akuten Personalnot der Bayern. Robben, Ribery, van Buyten, van Bommel – sie alle hatten Werder im Mai zugesetzt. Sie alle fehlen heute. Doch das, so Frings, „hat überhaupt nichts zu sagen. Bayern hat einen breiten und stark besetzten Kader.“ Findet auch Marko Arnautovic, heute vermutlich wieder die einzige Bremer Spitze: „Die Bayern sind die Topmannschaft in Deutschland. Es heißt immer: Ohne Robben und Ribery funktionieren sie nicht. Das sehe ich anders. Sie können sehr gut improvisieren. Der Bayern-Trainer wird sich da schon etwas einfallen lassen.“

Das Pokalfinale am 15. Mai 2010

Das DFB-Pokal-Finale in Bildern

Eine Statistik jedenfalls spricht für die Münchner. Seit 19 Jahren sind die Bayern im DFB-Pokal daheim ungeschlagen. Auf der anderen Seite hat Werder seit November 2005 nicht mehr in München verloren. „Wir haben dort zuletzt immer gut ausgesehen“, weiß Frings, „von daher haben wir natürlich eine Chance, dort zu gewinnen. Ich erwarte ein enges Match.“

Am dritten Spieltag trotzte Werder den Bayern in der Allianz-Arena nach starker Leistung ein 0:0 ab. Fast im Gleichschritt ging’s danach für Werder und die Bayern im Wellenritt durch die Liga. Beide Teams haben noch nicht ihre optimale Leistung gefunden. Nachwehen der kräftezehrenden WM, wie Bremens Trainer Thomas Schaaf findet: „Was ich vor der Saison befürchtet hatte, ist eingetreten. Dann sind bei beiden Mannschaften Verletzungen hinzugekommen.“ Gleichwohl weiß Schaaf, dass auf seine Mannschaft heute ein ganz starker Gegner wartet: „Die Bayern stehen immer für einen besonderen Wert. Und es ist schwer, sich gegen sie zu behaupten und durchzusetzen. Egal, mit welcher Mannschaft sie spielen. Wer in der Champions League so dominant ist, der kann so schlecht nicht sein.“

Mittlerweile, so Schaaf, seien beide Teams auch in der Liga auf dem Weg, sich wieder zu berappeln. „Wir haben unsere Ergebnisse, aber auch unser Spiel insgesamt verbessert“, blickt Schaaf der Partie heute Abend zuversichtlich entgegen. Zwar sei „noch längst nicht alles gut. Doch wir haben an den Dingen gearbeitet. Jetzt müssen wir nachlegen, was die Abstimmung und die Qualität der einzelnen Spieler anbelangt.“

Personell kann Werder auf den Kader aus dem Gladbach-Spiel zurückgreifen. Philipp Bargfrede fehlte gestern zwar im Abschlustraining, doch das war nur eine Vorsichtsmaßnahme. Schaaf: „Er hat leichte muskuläre Probleme und wurde geschont. Philipp wird uns zur Verfügung stehen.“

Gomez zu Hass-Tiraden in Braunschweig: "Wie Affen"

Gomez zu Hass-Tiraden in Braunschweig: "Wie Affen"

Ranking: In diesen Berufen gibt es die meisten Urlaubstage

Ranking: In diesen Berufen gibt es die meisten Urlaubstage

Sonnenbaden für Profis: Zwölf coole Extras fürs Cabrio

Sonnenbaden für Profis: Zwölf coole Extras fürs Cabrio

Puzzle-Action und Stress auf dem Bau

Puzzle-Action und Stress auf dem Bau

Meistgelesene Artikel

Willi Lemke über Bayern: „Das ist peinlich"

Willi Lemke über Bayern: „Das ist peinlich"

Ludwig Augustinsson hat mit Werder Großes vor

Ludwig Augustinsson hat mit Werder Großes vor

Philipp Bargfrede und die ganz spezielle Kraft

Philipp Bargfrede und die ganz spezielle Kraft

Ousman Manneh vor Vertragsverlängerung

Ousman Manneh vor Vertragsverlängerung

Kommentare