Werder Bremen gewinnt auch in Kasachstan und zieht in die Gruppenphase der Europa League ein

2:0 – Pizarro bremst Aktobe aus

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Mit zwei Treffer war Claudio Pizarro Mann des Spiels und wurde von den Kollegen gefeiert.

Aktobe - Die weite Reise nach Kasachstan ins 3700 Kilometer entfernte Aktobe war wohl die größte Strapaze für die Profis von Werder Bremen. Sportlich löste der haushohe Favorit seine Aufgabe im Rückspiel der Europa-League-Qualifikation beim kasachischen Doublegewinner FK Aktobe jedenfalls im Schongang.

Dank eines Doppelpacks von Stürmer Claudio Pizarro gewannen die Bremer gestern mit 2:0 (2:0) und schauen nun erwartungsvoll der Auslosung der Gruppenphase heute (13.00 Uhr) in Monte Carlo entgegen.

Nach dem 6:3 im Hinspiel vor einer Woche hatte es im Bremer Lager ohnehin kaum noch Zweifel am Weiterkommen des deutschen Pokalsiegers gegeben. Die Gastgeber allerdings hatten noch auf ein Wunder gehofft – und spielten daher in der Anfangsphase auch wie aufgedreht, bestürmten mit wilden Attacken das Tor von Tim Wiese. Und der Werder-Keeper musste sein ganzes Können aufbieten, um seine Mannschaft nach einem Kopfball von Golowskoj (2.) sowie einem Distanzschuss von Smakow (3.) vor einem Rückstand zu bewahren. „Mir war klar, dass es dieser Wahnsinnige wieder mit Schüssen versuchen wird“, schmunzelte Wiese. Im Hinspiel hatte Smakow einen Hammerfreistoß gegen den Bremer Torwart versenkt. „Dass die in den ersten Minuten Vollgas geben werden, war zu erwarten“, sagte Bremens Mittelfeldspieler Tim Borowski: „Tim hat in dieser Phase zweimal super pariert.“

Werder schwamm, doch nur sieben Minuten später hatte der Spuk ein Ende. Nach einer Ecke von Mesut Özil stand Claudio Pizarro frei am kurzen Pfosten und köpfte dem Ball zum Bremer 1:0 in die Maschen. Bereits im Hinspiel hatte Aktobe fünf Gegentore nach Standardsituationen kassiert – und daraus offensichtlich nichts gelernt. „Danach haben wir es im Griff gehabt und die Partie ohne Mühe nach Hause gebracht“, fand Kapitän Torsten Frings.

Pizarro sichert den Sieg

Pizarros Doppelpack sichert den Sieg

Als dann auch noch Aktobes Kenschissarjew in der 36. Minute wegen einer Schwalbe 30 Meter vor dem Tor (!) die Gelb-Rote Karte sah, war der Widerstand der Kasachen endgültig gebrochen – und es wurde plötzlich ganz still im mit rund 11 000 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Tcentralny-Stadion. „Aktobe hat in der ersten halben Stunde viel versucht, aber in Unterzahl war es dann natürlich schwer“, analysierte Werder-Coach Thomas Schaaf die Partie: „Das schnelle 1:0 hat dem Gegner die Hoffnung geraubt.“

Den endgültigen K.o. versetzte den Gastgebern dann, na klar, Claudio Pizarro. Nach einem öffnenden Pass von Torsten Frings steuerte Aaron Hunt allein auf Aktobes Keeper Sidelnikow zu, legte quer zu Pizarro, und der Peruaner hatte keine Mühe, die 2:0-Führung zu erzielen (45.). Damit war die Partie endgültig gelaufen. In der zweiten Halbzeit beschränkten sich die Bremer darauf, das Ergebnis zu verwalten und Kräfte für die anstehende Bundesliga-Partie am Sonntag bei Hertha BSC zu schonen. So brachte Trainer Thomas Schaaf, der von Beginn an schon Sebastian Boenisch und Marko Marin eine Pause verordnet hatte, nach gut einer Stunde für Tim Borowski und Pizarro den Jungprofi Philipp Bargfrede sowie Marcelo Moreno.

Der Stürmer aus Bolivien hatte dann auch die beste Chance der Gäste in Durchgang zwei, verzog aber aus spitzem Winkel (64.). Ansonsten spulten die Bremer, die taktisch wieder mit der Mittelfeldraute agierten, ihr Programm herunter, ohne sich dabei zu verausgaben. Den Gastgebern fehlte auf der anderen Seite der Mut, zumindest für Ergebniskosmetik zu sorgen. „In der zweiten Halbzeit ist die Gegenwehr von Aktobe erlahmt“, urteilte Schaaf. Kapitän Frings hakte das Ganze schnell ab und fieberte kurz nach dem Abpfiff schon der Auslosung entgegen: „Jetzt hoffen wir in der Gruppenphase auf namhafte Gegner.“

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