Werder setzt auf den „zwölften Mann“ / Wiedwald: „Endlich zurückzahlen“

Vollgas voraus – mit den Fans

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Klare Ansagen: Während Trainer Viktor Skripnik gestern vor dem Abschlusstraining zur Mannschaft sprach, entrollten Mitglieder des Werder-Fan-Clubs „Infamous Youth“ ein Banner mit der Forderung „Alles geben – ohne Wenn und Aber“.

Bremen - Immerhin: Am Tag vor Werders heutigem Duell gegen Darmstadt 98 gab es keine neuen Hiobsbotschaften aus Bremens medizinischer Abteilung. Theodor Gebre Selassie hatte seine Sprunggelenksblessur vom Donnerstag abgeschüttelt und mischte gestern beim Abschlusstraining mit. Gut so für den Bundesliga-16. – denn für dieses Heimspiel gegen den galligen Aufsteiger braucht Werder jeden Mann – auch die Fans als „zwölften Mann“. Sportchef Thomas Eichin schwor daher alle Anhänger auf die prekäre Lage ein, und die Profis appellierten ebenfalls an ihre Zuschauer.

Bisher, das wissen der verletzte Kapitän Clemens Fritz und Co., haben sie ihr Publikum wahrlich nicht verwöhnt. Doch vielleicht macht die Kulisse gerade heute den Unterschied aus. „Der Zusammenhalt in Bremen ist sehr, sehr groß“, unterstrich Fritz. Er ist sich sicher: „Die Fans werden uns unterstützen wie in der Vergangenheit. Aber es ist wichtig, dass diese Stimmung auf den Platz überspringt.“

Torwart Felix Wiedwald will den Zuschauern „jetzt endlich mal was zurückgeben. Sie helfen uns in jedem Spiel, egal wie es läuft. Und wir haben schon lange nicht mehr zu Hause gewonnen.“ Anthony Ujah ist diese schlechte Heimbilanz mit bisher nur einem Sieg in dieser Saison fast ein bisschen peinlich: „Es tut mir leid für die Fans“, gesteht der Stürmer.

Umso mehr weiß Eichin diese Treue der Treuesten zu schätzen: „Die Fans haben uns in schwierigen Situationen nie so unter Druck gesetzt, dass es kontraproduktiv für die Leistung der Mannschaft wäre“, erinnerte der Manager auch an frühere Abstiegskämpfe: „Sie haben das Recht, in schlechten Phasen auch mal ihren Unmut kundzutun. Das machen sie zum richtigen Zeitpunkt – und zum richtigen Zeitpunkt unterstützen sie uns.“ Diese Ruhe sei wichtig fürs Team.

Fin Bartels hingegen wünscht sich für heute alles andere als Beschaulichkeit: „Wir müssen jetzt Taten folgen lassen“, fordert der Offensivspieler: „Da heißt es nur: Vollgas geben, die Zuschauer mitnehmen und als gesamte Einheit über 90 Minuten auftreten.“ Ein bisschen Geduld sollten die Besucher im Westerstadion allerdings trotzdem aufbringen, bittet Bartels – „denn uns werden Fehler passieren. Das ist in einem so wichtigen Spiel mit unserem nicht allzu riesigen Selbstvertrauen normal.“ Trotzdem hofft der 29-Jährige, dass „die Fans uns so nach vorne peitschen wie zuletzt. Dann werden wir das Ding gemeinsam wuppen.“

Wer dabei heute mithelfen will, hat noch die Chance dazu: Die Partie gegen Darmstadt ist nicht ausverkauft, Tickets gibt es für mehrere Kategorien an den Tageskassen.

ck

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