2:1 – Werder schlägt Wolfsburg

Ein Pokal und viel Tamtam

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Einziger aus dem A-Team in der Startelf: Marko Arnautovic traf für Werder zum 1:1.

Kundu - Die Szenerie war schon ein bisschen bizarr: Nur knapp 200 Zuschauer im „Mardan-Stadion“ von Kundu – und dann so eine pompöse Siegerzeremonie. Aus den Boxen dröhnte gestern Abend die Champions-League-Melodie.

In einer Maxiversion, die gefühlt zehn Minuten dauerte. Der türkische Stadionsprecher rief enthusiastisch die Namen aller Werder-Profis ins Mikrofon, während diese nach dem 2:1 (0:0)-Finalsieg gegen den VfL Wolfsburg auf der eiligst aufgebauten Bühne mit dem riesigen silbernen „Tuttur-Cup“ posierten.„Ich habe gedacht, wir sind im Bernabeu-Stadion in Madrid“, scherzte Marko Arnautovic, der nach dem Rückstand durch Mateusz Klich (64.) den Bremer Ausgleich erzielt hatte. Für die Entscheidung sorgte kurz vor Schluss Felix Kroos (88.).

„Das war ein unverdienter Werder-Sieg“, witzelte der ehemalige Bremer und jetzige Wolfsburger Sportchef Klaus Allofs, der die Niederlage locker verschmerzen konnte.

Es war ja nur ein Test, in dem die zwei Bundesligisten ihre zweite Garde ins Rennen geschickt hatten. Dass beide Teams in keinster Weise eingespielt sind, war deutlich zu sehen. „Viele von uns habe ich heute zum ersten Mal spielen sehen, die muss ich erst mal kennenlernen“, sagte Allofs. Der ebenfalls neue VfL-Trainer Dieter Hecking hatte in Naldo nur einen absoluten Stammspieler in der Startelf. Diego, der andere Ex-Bremer, war nicht mal im Kader. Zudem fehlten Stars wie Ivica Olic, Diego Benaglio oder Top-Neuzugang Ivan Perisic. Auch Werder-Coach Thomas Schaaf hatte im Vergleich zum 2:0 gegen Trabzonspor am Montag kräftig durchgewechselt und das vermeintliche A-Team – bis auf Arnautovic – komplett geschont.

Testspiel: Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg

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So konnten sich mal diejenigen empfehlen, die in der Hinrunde nur ganz selten ran durften. Das gelang aber längst nicht allen. Vor allem die Offensivkräfte Joseph Akpala und Niclas Füllkrug blieben ziemlich blass und kreierten keinerlei Torgefahr. Auch Mehmet Ekici drängte sich als Spielgestalter nicht gerade auf. Stark waren stattdessen zwei Talente: Mittelfeldmann Özkan Yildirim (siehe Extra-Text) und Linksverteidiger Cimo Röcker. „Die Jungs haben das super gemacht, sie können große Spieler werden“, lobte Arnautovic.

An den entscheidenden Szenen war das Duo jedoch nicht beteiligt. Nach dem 0:1 durch Klich bereitete Philipp Bargfrede, der gestern die Kapitänsbinde trug, den Ausgleich vor. Arnautovic, in der zweiten Halbzeit Links- statt Rechtsaußen, nahm seinen langen Diagonalball auf und vollendete aus 16 Metern zum 1:1. Nach einer Ekici-Ecke und einem Kopfball von Neuzugang Mateo Pavlovic stand dann der eingewechselte Kroos völlig frei und markierte das 2:1.

„Wir haben uns mit den beiden Toren für unsere Leistung belohnt“, meinte Arnautovic und fügte an: „Das gibt weiteres Selbstvertrauen.“

Werder: Strebinger - Ignjovski, Pavlovic, Lukimya, Röcker, Bargfrede (86. Fritz), Ekici, Wurtz (46. Trybull), Arnautovic, Füllkrug (46. Yildirim), Akpala (70. Kroos). n mr

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