Werder jubelt und beendet alle Schalker Träume – 2:0

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Torschützen unter sich: Mesut Özil und Hugo Almeida feiern das Tor zum 2:0

Gelsenkrichen - Von arne Flügge - Felix Magath witterte eine Verschwörung. Schon gegen die Bayern habe man seinem FC Schalke 04 einen Strafstoß verweigert. Gestern gegen Werder Bremen nun erneut, wie der Startrainer behauptete.

„Es ist traurig, und es ärgert mich, wenn die Schiedsrichter damit die Entscheidung in einer Meisterschaft beeinflussen“, wetterte der Schalke-Coach. Zugegeben: Die Situation in der 41. Minute, als Bremens Abwehrspieler Per Mertesacker den Schalker Benedikt Höwedes bei einem Zweikampf zu Fall gebracht hatte, roch stark nach Elfmeter. Mertesacker selbst Die Taktik ging voll auf sprach später davon, „dass es schon sehr glücklich war für uns . . .“. Doch Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) ließ weiterspielen. Die spielentscheidende Szene, wie Magath fand. Die Führung sei seinem Team genommen worden, „und ich weiß nicht, ob das meine Mannschaft dann gehemmt hat“.

Die Bilder vom Sieg auf Schalke

Werder siegt auf Schalke

Eine vage Theorie. Denn bei genauer Betrachtung dürfte auch Magath und den 61 673 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena nicht verborgen geblieben sein, dass seine Mannschaft gegen kompakte, defensivstarke und taktisch sehr disziplinierte Bremer schlussendlich keine Chance gehabt hatte – und am Ende nach Treffern von Mesut Özil (55.) und Hugo Almeida (64.) auch verdient mit 0:2 (0:0) verlor.

„Wir haben Schalke nicht den Gefallen getan, das Spiel zu machen. Sie mussten kommen, und das können sie nicht“, lobte Werder-Sportchef Klaus Allofs den Auftritt seiner Mannschaft. Und so dürfte Magaths Frust wohl eher der Tatsache geschuldet gewesen sein, dass seine Schalker nach der Niederlage alle Titelträume begraben und nun den Bayern, die 3:1 gegen Bochum gewannen, zur Meisterschaft gratulieren mussten. Der Schalker Frust war den Bremern freilich völlig egal. Sie hatten einen guten Job gemacht und Platz drei, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt, verteidigt. Mehr noch: Da in Borussia Dortmund (1:1 gegen Wolfsburg) und auch in Bayern Leverkusen (1:1 gegen Hertha) die direkten Konkurrenten Federn ließen, haben die Bremer ihre Ausgangsposition noch einmal stark verbessert. „Das lassen wir uns jetzt nicht mehr nehmen“, versprach Kapitän Torsten Frings und lobte die Leistung des Teams: „Unsere Taktik war sehr gut. Wir haben Geduld gehabt und dann im richtigen Moment die Tore gemacht.“

Weg vom System mit zwei „Sechsern“, zurück zur Raute. Dieser Schachzug von Trainer Thomas Schaaf, der Marko Marin und Aaron Hunt auf die Bank setzte, hatte den Schalker den Zahn gezogen. Die Außen wurden blockiert, und in der Innenverteidigung boten Mertesacker und Naldo eine starke Vorstellung. Zudem übernahm Mesut Özil als Spielmacher Verantwortung. Das erste Tor erzielte er mit feinem Solo selbst, das zweite von Almeida bereitete der 21-Jährige vor. „Ich bin absolut glücklich“, strahlte der Nationalspieler. Und Allofs lobte: „Mesut war heute gefordert – und er war da.“

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