Immer diese Hamburger

Werder ist sauer auf den Pokal-Schiri

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Pizarro ist nicht einverstanden mit der Entscheidung des Schiedsrichters

München - Von Björn Knips. Janek Sternberg hatte es auch schon gehört – und sagte dann, was viele nach diesem Pokalabend dachten: „Vielleicht wäre es ein bisschen sinnvoller gewesen, wenn der Schiedsrichter nicht aus Hamburg gekommen wäre. Jetzt kommen natürlich die Gedanken, dass er es vielleicht mit Absicht gemacht hat. Aber das möchte ich gar nicht sagen.“

Der Werder-Profi war sichtlich darum bemüht, sich nicht den Mund zu verbrennen. Aber einfach so davonkommen lassen, wollte er Schiedsrichter Tobias Stieler nach der ärgerlichen 0:2-Halbfinal-Pleite beim FC Bayern dann auch nicht. Unterstützung erhielt er dabei nicht nur von seinen Teamkollegen, sondern auch vom Sportchef. Thomas Eichin brachte mal wieder einen Bayern-Bonus ins Spiel.

„Es gab viele Fifty-Fifty-Entscheidungen, die fast immer für die Bayern endeten“, ärgerte sich Eichin und stellte grundsätzlich fest: „Die Bayern haben eine natürliche Autorität. Manchmal pfeift der Schiedsrichter da automatisch für Bayern.“ Bei der Schwalbe von Vidal nahm Eichin den Unparteiischen allerdings in Schutz: „Das ist schwierig für einen Hauptschiedsrichter. Aber ein Linienrichter kann so etwas sehen.“ Doch der mischte sich nicht ein – und das dürfte seinem Chef gar nicht gefallen haben. Denn nach Ansicht der TV-Bilder blieb Stieler gar nichts anderes übrig, als zu gestehen: „Das war eine Fehlentscheidung, es tut mir leid.“ Werder hätte die Entschuldigung gewiss angenommen, wenn dem 34-Jährigen nicht noch folgende Einschätzung über die Lippen gekommen wäre: „Man muss aber auch sehen, dass es nicht spielentscheidend war.“

Die Bremer sahen das ganz anders. Eichin sprach vom „Wendepunkt“, die Bayern wären gerade „reif für das 1:1 gewesen“. Die deutlichsten Worte fand Jannik Vestergaard und knöpfte sich dabei Schwalbenkönig Vidal vor: „Es geht darum, dass man diese Schwalbe macht und damit gegen die Moral des Fußballs verstößt. Es hat uns heute das Genick gebrochen.“

Vidal wusste nur zu gut, was er da angerichtet hatte. „Er hat mir gesagt, dass es kein Elfmeter war und er die Gelegenheit genutzt hat“, berichtete Werder-Stürmer Claudio Pizarro von einem Gespräch mit dem Chilenen. Sternberg hatte Vidal sogar aufgefordert, er solle dem Schiedsrichter die Wahrheit sagen. „Aber wer macht das schon?“, seufzte der 23-Jährige, übte aber zugleich auch Kritik an seinem vielleicht etwas zu forschen Einsteigen im Strafraum: „Das war natürlich schon etwas blöd von mir, da kann ich etwas cleverer agieren.“

Ähnliches galt auch für Fin Bartels, der David Alaba etwas zu heftig bedrängt und damit zum Eigentor gezwungen hatte (60.). Schiri Stieler gab den Treffer nicht. „Das kann man so sehen“, meinte Eichin, dem das Thema Schiedsrichter dann aber nun auch reichte. Süffisant merkte er noch an: „Er kann gerne wieder nach Hamburg zurückfahren.“

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