„Da ist jetzt Herr Eichin gefragt“

Bremen - In den Gesprächen von Mann zu Mann halten sich die Mitspieler meistens zurück. „Es gibt mal zwei, drei kleine Sprüche in die Richtung“, erzählt Felix Kroos und meint damit die sehr dosierten Aufforderungen, Vizekapitän Aaron Hunt möge doch bitte endlich seinen auslaufenden Vertrag verlängern.

 In der Öffentlichkeit geben die Werder-Profis allerdings verbal Gas – ihre klare Botschaft: Hunt, der gestern noch wegen Adduktorenproblemen pausierte, morgen aber wieder mittrainieren will, soll bleiben!

Am deutlichsten macht es Mittelfeld-Kollege Zlatko Junuzovic. Der Österreicher wandte sich in seinem Appell sogar an Sportchef Thomas Eichin und sagte: „Für Werder wäre es ein Rückschlag, wenn er gehen würde. Da ist jetzt Herr Eichin gefragt, dass er mit Aaron alles klarmacht. Ich hoffe, dass sie sich einigen.“ Das hofft auch Kroos: „Wir würden uns natürlich freuen und wären glücklich, wenn sich Aaron für Werder entscheidet. Er hat ein hohes Ansehen bei uns allen.“

Eichin wollte die offensiv formulierten Wünsche aus der Mannschaft „nicht kommentieren oder bewerten“. Er machte aber erneut klar: „Wir wollen Aaron doch auch behalten, das habe ich schon mehrfach gesagt.“ In diesen Tagen setzt sich der 47-Jährige erstmals mit Hunt-Berater Jürgen Milewski an den Verhandlungstisch. Ausgang völlig offen. Hunt ist in Bremen und bei Werder zwar stark verwurzelt, ihn reizt aber auch das Ausland – besonders England.

Wie hoch der Stellenwert des Mittelfeld-Lenkers in der Mannschaft ist, „betont auch der Trainer immer wieder zurecht“, meint Junuzovic und setzt zur Lobeshymne an: „Aaron hat von der Spielanlage her das gewisse Etwas, er ist einfach der Kopf der Mannschaft. Es macht Spaß, ihm zuzusehen. Er entscheidet blitzschnell, das brauchen wir für unser Umschaltspiel.“

Junuzovic: „Er ist der Kopf der Mannschaft“

Junuzovic weiß ziemlich genau, wie Hunt sich derzeit fühlen muss. Er sei damals bei Austria Wien „auch in dieser Situation“ gewesen: „Ich habe mich ebenfalls extrem wohl gefühlt und hatte einen einen guten Stellenwert, aber ich wollte den Schritt ins Ausland wagen. Das war etwas Neues, das war verlockend.“ Nun wünscht sich der 26-Jährige allerdings, dass sich Hunt genau anders entscheidet als er Ende Januar 2012. n mr/kni

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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