Werder-Profis dürfen Olympia gucken

Kein Laken vor dem Fernseher

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Die weltberühmte Blitz-Geste von Sprintstar Usain Bolt hat Eljero Elia (hier beim Laufen im Trainingslager in Zell am Ziller) gut drauf. Das 100-Meter-Finale in London will sich der Bremer Neuzugang auf keinen Fall entgehen lassen.

Bremen - Die Eröffnungsfeier steigt zwar erst am Freitagabend, aber los geht’s in London schon heute. Die XXX. Olympischen Spiele in der englischen Hauptstadt starten mit sechs Frauenfußball-Spielen.

Bei Werder Bremen sind einige schon ganz heiß auf das größte Sport-Spektakel der Welt, dürfen es auch in der Kabine verfolgen und fiebern mit Freunden mit. Andere wollen so gut wie gar nicht einschalten. Wer ist Olympia-Fan, wer eher Olympia-Muffel – eine Umfrage:

Olympia-Fans

Sokratis: „In Stunden kann ich das gar nicht ausdrücken – wenn ich Zeit habe, schaue ich alles, allerdings nur in der Leichtathletik. Die 100 und 200 Meter interessieren mich besonders.“

Nils Petersen: „Ganz gemütlich auf der Couch hocken und Leichtathletik gucken – das ist es. Kurze Strecken, lange Strecken, Weit- oder Hochsprung. Es gibt nichts, was mir nicht gefällt. Da kann man nach einem harten Training mal gut abschalten. Und es ist mal ‘was anderes. Sonst guckt man doch in elf von zwölf Monaten Fußball. Ich bin froh über die Abwechslung. Natürlich bin ich bei allen Wettkämpfen für die Deutschen, das ist doch wohl Pflicht. Ich würde mich freuen, wenn sie im Medaillenspiegel wieder ganz weit vorne landen.“

Trainer Thomas Schaaf: „Das ist ein Großereignis, immer wieder etwas Außergewöhnliches. Dort werden klasse Leistungen erbracht. Ich bin gespannt, was dort passiert – und schalte ein, wann immer es die Zeit zulässt. Allerdings verfolge ich nicht bewusst eine bestimmte Sportart. Ich gucke einfach, ob mir etwas gefällt, ob es mich fesselt. Natürlich können die Spieler Olympia in der Kabine verfolgen, wenn es passt. Ich werde sicher keine Laken vor den Fernseher hängen.“

Bilder vom Training am Dienstag

Frisbee spielen beim Training von Werder Bremen

Zlatko Junuzovic: „Leichtathletik, Schwimmen, Tennis – da bin ich dabei. Es ist nicht schlecht, mal etwas anderes als Fußball in den Kopf zu bekommen. Zwischen zwei Trainingseinheiten schalte ich bestimmt öfter ein, feuere natürlich die Österreicher an und hoffe auf Medaillen. Tamira Paszek hat im Tennis ganz gut Chancen, sie ist in Wimbledon immerhin ins Viertelfinale gekommen. Sie ist eine Freundin von Georg Margreitter, mit dem ich bei Austria Wien gespielt habe. Wir waren alle mal zusammen essen, da habe ich sie kennengelernt. Und dann ist natürlich Francois Affolter dabei – wenn es gerade passt, schaue ich mir auch die Spiele der Schweiz an. Und Usain Bolt, na klar – ein absolutes Highlight.“

Assani Lukimya: „Ich versuche, viel zu verfolgen, vor allem Fußball und Basketball – aber auch Leichtathletik, denn da war ich in der Schule besonders aktiv. Meine Spezialitäten waren Hochsprung mit einer Bestleistung von 1,88 Meter und die 100 Meter. Da weiß ich aber nicht mehr, wie schnell ich war . . . Bei den Schulwettkämpfen sind einige Leute auf mich zugekommen, wollten mich für einen Verein haben. Aber ich habe mich schon damals mehr für Fußball interessiert. Ich bin sehr gespannt, wie das 100-Meter-Duell zwischen Usain Bolt und Yohan Blake ausgeht. Unglaublich, was diese beiden immer für Zeiten abliefern. Ich denke, am Ende zieht es Bolt wieder durch – vielleicht sogar mit einem neuen Weltrekord.“

Eljero Elia: „Basketball gucke ich auf jeden Fall, ich will das Dream Team aus den USA sehen. Und Fußball: Bei der marokkanischen Mannschaft spielen ein paar Freunde von mir, die in Holland aufgewachsen sind, aber in der dortigen Nationalmannschaft keine Chance hatten: Nordin Amrabat von Galatasaray Istanbul und Zakaria Labyad aus Eindhoven. Mit denen fiebere ich natürlich mit. Richtig spannend wird das 100-Meter-Rennen. Usain Bolt gegen Yohan Blake – beide wollen unbedingt Gold. (Wem seine Sympathien gehören, zeigte Elia im Traiiningslager in Österreich, als er während des Laufens die berühmte Bolt-Blitzgeste machte). Bolt-Fan zu sein, ist doch normal.“

Sebastian Prödl: „Ich drücke vor allem den österreichischen Beachvolleyballern Clemens Doppler und Alexander Horst die Daumen, das sind Bekannte von mir. Sie waren 2010 im Stadion, als wir in der Champions League in London gegen Tottenham gespielt haben. Bei mir läuft jeden Tag der Fernseher, so viel steht fest. Noch habe ich die Termine nicht im Kopf, aber ich werde mir die spannendsten Sachen heraussuchen.“

Olympia-Muffel

Niclas Füllkrug: „Es interessiert mich schon – aber vor allem Fußball, ansonsten nichts Bestimmtes. Ich werde ab und zu mal reinschalten, allerdings nur so nebenbei.“

Raphael Wolf: „Zum Abschalten werde ich sicher mal reingucken. Allerdings werde ich mich hauptsächlich über die Zeitung informieren, was so passiert ist. Wenn ich etwas verpasse, verpasse ich es eben. Ich stelle mir zum Beispiel sicher keinen Wecker, um einen bestimmten Wettkampf zu sehen.“

Aaron Hunt: „Wenn ich mir davon etwas ansehe, dann nur die Highlights. Olympia war mir irgendwie nie so wichtig, hat mich nie so richtig interessiert – und das ist auch diesmal so. Ich werde es registrieren, mehr nicht.“

Philipp Bargfrede: „Ich schaue ab und zu mal rein, dann aber eher zufällig. Ich bin eher ein Olympia-Muffel, das gebe ich zu. Und wenn das Wetter so schön bleibt wie jetzt, gucke ich das wahrscheinlich gar nicht.“ · mr

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