Trotz Krise

Delaney schwärmt von Nouri

+
Thomas Delaney stärkt seinem Trainer den Rücken.

Bremen - Werder steckt tief in der Krise. Doch Thomas Delaney lässt sich das nicht anmerken.

Der Werder-Profi wirkt beim Medientermin im Weserstadion einen Tag nach der enttäuschenden 0:2-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach genauso locker wie sonst – und auch beim Thema Trainer hat der Däne eine ganz andere Stimmungslage als viele Werder-Fans und Journalisten. „Ich mag Alexander Nouri“, sagt Delaney: „Er ist der beste Trainer, den ich je hatte, wenn es darum geht, Gefühle und Motivation rüberzubringen.“ Eine Trainerdiskussion hält Delaney für falsch, obwohl die nach acht Spieltagen immer noch sieglosen Bremer mit nur vier Punkten den vorletzten Platz der Bundesliga belegen.

„Es ist nicht ein Trainer-Problem. Es ist auch kein Taktikprobleme. Es ist an uns Spielern, die Situation zu verändern, nicht an dem Trainer und den Fans, sondern an uns 23 Spielern“, stellt Delaney unmissverständlich klar und meint mit Blick auf die ganz schlechte erste Halbzeit gegen Gladbach: „Wir wollten aggressiver sein, als wir es gezeigt haben. Wir wollten höher pressen. Hauptgrund unseres schlechten Starts ist, dass wir unserem Plan nicht folgen.“

Das 0:2 zur Pause sei ein Schock gewesen, gesteht der 26-Jährige: „In der Halbzeit haben wir uns angeguckt und gefragt: Was zum Teufel machen wir da? Wir müssen anders auftreten! Dann ging es ja auch besser.“ Aber nicht gut genug, um Gladbach nochmal ernsthaft in Gefahr zu bringen.

„Wir haben alle mit uns zu kämpfen“

Das Selbstvertrauen ist längst futsch, das weiß auch der erfahrene Nationalspieler. „Das ist der schwierigste Moment in meiner Karriere. In Kopenhagen gab es auch schwierige Situation, aber in Deutschland ist das alles noch eine Spur schlimmer.“ Mit seiner eigenen Leistung ist er überhaupt nicht zufrieden. Auch bei ihm sei es eine Kopfsache: „Nimm doch nur mal meinen Schuss aus sechs Metern über die Latte.“ Kurz vor der Pause hätte Delaney dabei den Anschlusstreffer erzielen können. „Shit happens“, seufzt Delaney: „Wir haben alle mit uns zu kämpfen.“

Doch wie will Werder daraus kommen? Delaney setzt auf harte Arbeit. „Wir sind dasselbe Team mit den denselben Trainern und Mitarbeitern wie im Winter, wir können es schaffen.“ Die nächsten Bundesligaspiele gegen Köln und Augsburg seien wie „ein Examen für uns“. Jetzt müsse gegen Teams auf Augenhöhe gepunktet werden. Das gehe nur gemeinsam – und mit Nouri. „Er ist sehr aufgeschlossen. Er ist ein Motivator, ein Trainer mit dem du reden und ehrlich sein kannst“, sagt der Däne und betont: „Ich hasse es zu sagen, das Team ist der eine Teil und der Trainer ein anderes Teil. Nein, es ist eine Symphonie.“

Thomas Delaney: Seine Karriere in Bildern

Schon gesehen?

Ein Kommentar: High Noon für Nouri

Nach der Pleite gegen Gladbach: Baumann gibt Nouri Job-Garantie

Quelle: DeichStube

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Mugabes Nachfolger Mnangagwa verspricht Jobs und Demokratie

Mugabes Nachfolger Mnangagwa verspricht Jobs und Demokratie

Argentinische Marine: "Keine Spur des verschollenen U-Boots"

Argentinische Marine: "Keine Spur des verschollenen U-Boots"

Trommelworkshop in der Grundschule Bruchhausen-Vilsen

Trommelworkshop in der Grundschule Bruchhausen-Vilsen

B6-Baustelle an Waldkater-Kreuzung in Melchiorshausen

B6-Baustelle an Waldkater-Kreuzung in Melchiorshausen

Meistgelesene Artikel

Das passiert am Mittwoch

Das passiert am Mittwoch

Augustinsson wünscht sich Ibrahimovic-Comeback

Augustinsson wünscht sich Ibrahimovic-Comeback

Keine Wahlen, aber Frikadellen

Keine Wahlen, aber Frikadellen

„Lückes“ besonderes Verhältnis zu Kohfeldt

„Lückes“ besonderes Verhältnis zu Kohfeldt

Kommentare