Pizarro für zwei Spiele gesperrt

Claudio Pizarro wurde heute vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes im Einzelrichterverfahren wegen seiner Ohrfeige gegen Hannovers Emanuel Pogatetz für zwei Spiele gesperrt. Werder verzichtet auf einen möglichen Einspruch gegen das Urteil.  

Der Peruaner wird demnach seinem Verein gegen Dortmund und gegen Augsburg nicht zur Verfügung stehen.

"Es steht außer Frage, dass sich Claudio Pizarro in dieser Szene nicht richtig verhalten hat. Die TV-Bilder belegen aber klar, dass der Unparteiische in der Nähe war, ein freies Blickfeld auf die Szene hatte und unmittelbar nach der Szene beide Spieler mündlich ermahnte. Daher handelt es sich eigentlich um eine nicht mehr anfechtbare Tatsachenentscheidung. Doch die Ermittlungen haben offenbar zu einem anderen Ergebnis geführt", sagte der über das Urteil wenig glückliche Klaus Allofs am Mittwochnachmittag. "Wir werden das Urteil akzeptieren, weil das Gericht auch nach einer mündlichen Verhandlung zu keinem anderen Ergebnis kommen wird", so Allofs weiter.

Die Sperre des Peruaners trifft die Bremer schwer, da mit dem am Knie verletzten Marko Arnautovic ein weiterer Stürmer für die kommenden Wochen ausfällt.

Pizarro hatte Hannovers Innenverteidiger beim 3:0 im Nordderby am Sonntag kurz vor dem zweiten Werder-Tor ins Gesicht geschlagen. Der Stürmer hatte das unmittelbar nach dem Spiel auch zugegeben und von einer „kleinen Klatsche“ gesprochen. „Ich wollte das nicht machen“, hatte Pizarro nach dem Spiel beteuert. Karim Haggui habe ihn zudem von hinten bedrängt, erklärte der Bremer Angreifer: „Dabei ging meine Hand hoch, und ich gebe ihm einen Kleinen ins Gesicht.“ Pogatetz hatte sich nach dem Spiel nicht zu der Szene geäußert.

Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) hatte dem DFB-Kontrollausschuss berichtet, die Ohrfeige nicht gesehen zu haben, aber die Szene hatte er sehr wohl bewertet, indem er Pizarro und Pogatetz anschließend ermahnt hatte. Auch deshalb will Werder um seine „Lebensversicherung“ kämpfen.

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