Ekici kann schon wertvolle Tipps geben

Bremen - Er ist selbst erst seit einigen Tagen da – trotzdem kann Mehmet Ekici schon einem alten Bekannten helfen. Als Neuzugang Andreas Wolf, mit dem er vergangene Saison beim 1. FC Nürnberg zusammengespielt hatte, Hunger verspürte, empfahl der 21-Jährige einen Italiener – und kam gleich mit.

Ekici hat auch bereits eine Wohnung gefunden, in der er vorerst jedoch alleine leben wird. „Meine Freundin studiert in München und wird auch erst mal da bleiben“, sagte der Mittelfeldmann, den Werder für fünf Millionen Euro vom FC Bayern geholt hatte. Richtig viel Zeit zum Eingewöhnen hatte der Münchner ins seiner neuen Heimat im Norden allerdings noch nicht. Der erste Eindruck von Mannschaft und Stadt sei „sehr positiv“.

Gestern ging’s aber nach nicht mal einer Woche in Bremen schon wieder weg – ins Trainingslager auf Norderney. „Da war ich noch nie, das ist das erste Mal für mich“, sagte der Deutsch-Türke. Er weiß, dass auf der Nordseeinsel mächtig geschuftet wird, ist jedoch gewappnet: „Ich habe in der Sommerpause hart gearbeitet, mich auf die Vorbereitung vorbereitet. Es ist ein schönes Gefühl, jetzt wieder richtig zu trainieren.“ In Bremen will Werders mit Abstand teuerster Neuzugang der Saison „den nächsten Schritt“ in seiner Karriere gehen. „Ich hatte ein ordentliches Jahr in Nürnberg“, urteilte Ekici, „jetzt kommt eine neue Etappe.“

Der 21-Jährige will „mit Werder erfolgreich sein“ und um die internationalen Plätze mitspielen: „Das muss der Anspruch sein.“ Nun, zu einer besseren Bremer Platzierung als zuletzt (Platz 13) kann Ekici selbst einen ordentlichen Teil beitragen. Auf dem feinen Techniker mit dem ausgeprägten Drang zum Tor ruhen große Hoffnungen. Als zentraler, offensiver Mittelfeldspieler soll er Tore machen, Tore vorbereiten – und wieder mehr Spielkultur reinbringen. Dass er das kann, daran haben die Bremer Verantwortlichen keine Zweifel. „Er ist ein junger Bursche und muss sich natürlich weiterentwickeln, aber er ist schon selbstbewusst und nimmt die Dinge in die Hand. Damit kann er uns weiterbringen, uns prägen“, urteilte Trainer Thomas Schaaf.

Sportchef Klaus Allofs schwärmte ebenfalls: „Mehmet ist sehr gut ausgebildet, Talent und Potenzial hat er sowieso. Es spricht nichts dagegen, dass er hier eine wunderbare Entwicklung nimmt.“ So ähnlich wie Mesut Özil, der im Januar 2008 nach Bremen gekommen war und inzwischen bei Real Madrid spielt. Ekici ist laut Allofs sogar „schon weiter“ als Özil damals: „Mehmet hat eine komplette Saison in der Bundesliga gespielt, hat mehr Erfahrung.“ Die „10“, die eigentlich perfekt passen würde, hat der neue Spielgestalter bei Werder jedoch nicht bekommen – die trägt Marko Marin. Ekici, der in Nürnberg die „37“ hatte, nahm’s locker und wählte die „20“: „Dafür gibt es keinen besonderen Grund, sie sieht einfach gut aus.“ mr

Rubriklistenbild: © nordphoto

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