Werders neuer Stürmer Joseph Akpala

„Ich bin kein Usain Bolt“

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Der erste richtige Werder-Tag von Joseph Akpala: Der neue Stürmer präsentiert mit Trainer Thomas Schaaf (oberes Bild/rechts) und Sportchef Klaus Allofs sein neues Trikot mit der Nummer 19, er jongliert im Weserstadion.

Bremen -  Um 13.34 Uhr fuhr Joseph Akpala (26) gestern am Weserstadion vor – in einem dunkelblauen Touareg, den noch der inzwischen zum FC Bayern gewechselte Claudio Pizarro bestellt hatte.

Bei Werder Bremen hoffen sie nun, dass der am Donnerstag verpflichtete Nigerianer nicht nur den Wagen des Peruaners übernimmt, sondern auch in etwa dessen Torquote. In der vergangenen Saison hatte Pizarro 18 Treffer erzielt. Kurz nach seiner Ankunft wurde Akpala offiziell vorgestellt, hinterließ dabei einen sympathischen Eindruck und sprach auf Englisch über . . .

. . . seinen Wechselwunsch: „Vor drei Jahren gab es zum ersten Mal Kontakt zu Werder. Seitdem war es mein Wunsch, irgendwann in der Bundesliga zu spielen. Und seitdem habe ich die Bundesliga in Belgien auch ganz intensiv verfolgt. Damals sind mehrere gute Freunde von mir von Belgien nach Deutschland gewechselt.“

. . . den Zeitpunkt des Wechsels: „Es gibt eine Zeit für alles im Leben. Und jetzt ist die richtige Zeit gewesen, um hierher zu kommen. Es ist mir eine große Freude und Ehre, hier zu sein.“

Werder-Training am Dienstag

. . . die ersten Eindrücke: „Das Spiel am Freitag in Dortmund hat mich sehr beeindruckt, auch von der Atmosphäre. Die Werder-Fans haben uns toll unterstützt – man konnte fast glauben, dass wir ein Heimspiel haben.“

. . . die Eingewöhnung im neuen Club, in der neuen Stadt und der neuen Spielklasse: „Ich bin fit und bereit. In der letzten Saison haben wir mit Brügge gegen Bundesliga-Mannschaften gespielt – in Tests und in der Europa League gegen Hannover. Ich bin hier in einer tollen Mannschaft – alle machen es mir leicht, sind freundlich und hilfsbereit, so dass ich mich schon wohlfühle. Die Stadt kenne ich noch nicht so gut. Ich hatte noch nicht so viel Zeit, mich umzusehen.“

Werder Bremens Neuzugang Joseph Akpala

Werder Bremens Neuzugang Joseph Akpala

. . . das Nordderby am Samstag gegen den Hamburger SV: „Natürlich weiß ich, was das für ein Spiel ist, welche Relevanz es hat. Ich habe mit mehreren Leuten aus der Mannschaft über das Derby gesprochen. Es ist das Spiel des Jahres für uns und unsere Fans. Ob ich schon spiele, muss der Trainer entscheiden.“

. . . die Konkurrenz im Bremer Angriff: „Dass um die Plätze gekämpft wird, ist normal. Das bereichert die Mannschaft. Die Saison ist lang, da wird jeder seine Chance kriegen.“

. . . seine Schnelligkeit: „Ich bin kein Leichtathlet und gewiss kein Usain Bolt. Aber wenn ich schnell sein muss, dann bin ich es auch.“

. . . seine Ziele: „Die Ziele der Mannschaft sind auch meine. Es geht in erster Linie darum, eine großartige Saison zu spielen. Das wollen wir alle.“

. . . seine Deutschkenntnisse: „Die Farben kann ich schon. Gelb, Rot, natürlich Grün und Weiß. Und ich kann bis 50 zählen. Der Verein hat mir angeboten, Deutschunterricht zu nehmen. Ich freue mich darauf, weiter Deutsch zu lernen.“

. . . seine Angewohnheit, Tore mit einem Tanz zu feiern. In Brügge hat er mal Didier Drogbas Jubel aus dem Playstation-Spiel „FIFA 2009“ nachgeahmt: „Ich tanze nach meinen Toren eigentlich schon immer, seit der Teenager-Zeit. Das ist ein Ausdruck dafür, dass man einen guten Job gemacht hat. Es kann gut sein, dass ich das auch in Bremen mache. Aber erst mal konzentriere ich mich auf die Arbeit mit der Mannschaft und nichts aufs Tanzen.“

. . . die Rückennummer 19: „Ich war 19 Jahre alt, als ich aus Nigeria nach Europa gekommen bin. Das ist das ganze Geheimnis hinter der Nummer.“

. . . seine Hobbys: „Wenn ich mal nicht beim Fußball bin, ruhe ich mich Zuhause aus. Viel Zeit bleibt ohnehin nicht. Ich lese dann ein bisschen oder koche etwas – aber nicht professionell, nur so für mich.“  mr

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