Lizenz beantragt

Werder muss sich mit der Zweiten Liga beschäftigen

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Werder-Boss Klaus Filbry blieb nichts anderes übrig: Er musste der Deutschen Fußball Liga vorrechnen, wie sein Club in der Zweiten Liga finanziell bestehen will. ·

Bremen - Abstiegskampf, Relegation, Zweite Liga – das sind Begriffe, die zwar rund um das Weserstadion immer wieder fallen, von den Cluboberen aber kaum zu vernehmen sind.

Nicht aus Fahrlässigkeit, sondern aus Sorge, dass sich die Worte in die Köpfe der Spieler bohren und die Verunsicherung noch vergrößern. Hinter den Kulissen muss man sich aber dennoch mit dem Thema beschäftigen.

„Alle Clubs, die rechnerisch noch absteigen können, haben ihre Lizensierungsunterlagen auch für die Zweite Liga abgegeben. Das ist eine Vorgabe der DFL. Das mussten wir auch vor zwei Jahren schon so machen“, berichtet Klaus Filbry. Der Vorsitzende der Werder-Geschäftsführung verweist darauf, dass es der Deutschen Fußball Liga (DFL) vornehmlich um die Zahlungsfähigkeit der Clubs unter den verschiedenen Voraussetzungen in den beiden Ligen geht. Schließlich kassieren die Vereine im Oberhaus wesentlich höhere TV-Gelder. Da müssen Absteiger extrem umdenken, Transfererlöse erzielen und Gehälter einsparen.

Beim SV Werder Bremen sind alle Verträge auch für die Zweite Liga gültig, heißt es. Filbry will das nicht bestätigen und bei sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz kein „Was-wäre-wenn“ spielen – aus einem ganz einfachen Grund, wie er klarstellt: „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir nicht absteigen werden.“

Filbry vertraut in dieser prekären Situation vor allem auf zwei Personen. „Wir haben in Thomas Schaaf und Thomas Eichin zwei Männer, die schon durch das Stahlbad Bundesliga gegangen sind. Sie ergreifen die richtigen Maßnahmen“, meint der 46-Jährige und erstickt damit eine Trainerdiskussion erneut im Keim. Für Werder steht fest, den Weg weiter mit Schaaf zu gehen – auch nach sieben sieglosen Spielen in Folge.

Dieses mühsame Punktesammeln im Stile eines Eichhörnchens lähmt den Verein – zum Beispiel beim Thema Vertragsverlängerungen. „Thomas Eichin will erst sportliche Klarheit, bevor er in die Gespräche einsteigt. Das halte ich für vernünftig“, sagt Filbry. Die Herren Arnautovic und Petersen müssen sich also noch gedulden, ehe sie neue Kontrakte vorgelegt bekommen. Nur Özkan Yildirim bildet da eine Ausnahme. Das Eigengewächs hat schon das zweite Angebot auf dem Tisch, zögert aber noch mit einer Unterschrift. Dabei gilt der 19-Jährige als Zukunftsmodell. „Wir wollen unsere Kaderschmiede noch besser nutzen“, berichtet Filbry. Der Clubchef macht aber sogleich deutlich: „Wir brauchen auch mehr Erfahrung im Team.“

Sportchef Eichin hat den Markt längst sondiert und natürlich schon Kontakt zu Kandidaten aufgenommen. Aber auch dabei gilt: Werder muss sich erst in Sicherheit bringen, bevor neue Spieler verpflichtet werden. Ein Geduldsspiel.

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Wie wohl auch die Partie am Samstag in Düsseldorf. Es ist ein Zittergipfel: Wer nicht gewinnt, rutscht möglicherweise weiter unten rein. „Ich fahre zuversichtlich nach Düsseldorf“, behauptet Filbry – mit der klaren Forderung: „Der Einsatz muss stimmen, jeder muss alles geben und die taktischen Vorgaben umsetzen.“ · kni

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