Werder muss in Hannover heute dringend punkten

Mitten im Überlebenskampf

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Die Werder-Profis müssen sich auch heute in Hannover mächtig strecken, wenn sie den engestrebten Sieg einfahren wollen.

Bremen - Von Petra Philippsen. Zlatko Junuzovic hatte am vergangenen Dienstagabend noch sehr lange nach dem Abpfiff mit Nils Petersen auf der Werder-Ersatzbank gehockt und dabei wie ein Rohrspatz geschimpft. Der Frust über die bittere 1:3-Heimpleite gegen Wolfsburg musste einfach raus.

 „Es gibt keine Erklärung dafür, dass wir den Anfang so dermaßen verschlafen haben“, monierte Junuzovic, „das darf uns gegen Hannover auf keinen Fall wieder passieren.“ Denn nun ist Werder wieder tief drin im Abstiegsstrudel und das heutige kleine Nordderby gegen die 96er (17.30 Uhr) bekommt eine ziemlich prekäre Note: Beide Clubs haben 29 Punkte, liegen fünf Zähler vor dem Relegationsplatz und haben die letzten beiden Spiele verloren. „Es ist nur noch purer Überlebenskampf“, betonte Junuzovic. Denn angesichts des harten Restprogramms der Bremer sind sie heute geradezu zum punkten verdammt.

Trainer Robin Dutt macht sich in Hannover auf eine turbulente Achterbahnfahrt gefasst, denn bereits im Hinspiel im Weserstadion sei es „hin und hergegangen, und wir haben erst in der Schlussphase gewonnen“. Das Spiel könne also auch dieses Mal minimal zur einen oder anderen Seite kippen, doch für die Hannoveraner spricht dabei der Heimvorteil.

Im eignen Stadion unterlagen sie in dieser Saison erst drei Mal, auf fremdem Rasen verloren sie dagegen elf Partien. So konnte sich Dutt den kleinen Seitenhieb dann auch nicht verkneifen: „Es ist eine Mannschaft, die mit Europa-Ambitionen gestartet ist und nun mit uns punktgleich in dieser Tabellensituation steckt. Mehr gibt es zu Hannover nicht zu sagen.“ Doch auch dem Bremer Coach waren die jüngsten Personalsorgen der Niedersachsen nicht entgangen, denen zeitweise die Stürmer ausgingen. Ebenso, dass Hannover trotz der Personalnot und der zwei Niederlagen in Folge dennoch ein sehr kompaktes Spielsystem aufbietet, in dessen Netz sich die Werder-Elf auf keinen Fall verfangen dürfe – ein Selbstläufer wird es sicher nicht.

„Wir waren zu sicher“

Gut für Dutt, dass er bei diesem heiklen Duell fast auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann. Nur Felix Kroos (Kapselverletzung im Knie) fällt definitiv aus, zudem kommt der Einsatz für Aleksandar Ignjovski (Bauchmuskelzerrung) noch zu früh. „Es wird bei ihm wohl nicht reichen“, kündigte Dutt am Freitag an. Im gestrigen Abschlusstraining, das wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, mischte Santiago Garcia (Teilabriss des Innenbandes) aber bereits wieder mit. Möglich, dass der Argentinier schon wieder einen Platz im Kader bekommt.

Aber egal, wer schlussendlich heute in der Startelf stehen wird, jeder von ihnen muss von der ersten Minute an hellwach sein. Auch der Letzte hat nach dem Tiefschlag gegen die „Wölfe“ begriffen, was die Stunde geschlagen hat. „Vielleicht waren wir uns im Hinterkopf schon ein wenig zu sicher“, vermutete Junuzovic. Doch gerettet ist Werder noch längst nicht – jetzt zählt jeder Punkt und gegen Hannover mehr denn je.

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