Arnautovic und Rosenberg treffen gegen Hoffenheim

2:1 – Werder mischt oben mit

Marko Arnautovic auf dem Weg zum 1:1-Ausgleich. Geschickt spitzelte der Österreicer den Ball an 1899-Keeper Tom Starke vorbei und begleitete die Kugel dann auf ihrem Weg ins Tor.

Sinsheim. Von Malte Rehnert - Das ist doch mal ein Start! Werder Bremen gewann gestern Nachmittag bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 (1:1), holte im vierten Spiel schon die Punkte sieben, acht und neun – und hat sich in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt.

„Ich denke, damit können wir zufrieden sein“, sagte Mittelfeldmann Clemens Fritz. Matchwinner war der eingewechselte Markus Rosenberg, der das 2:1 und damit schon sein drittes Saisontor erzielte.

Allerdings war’s ein sehr hartes Stück Arbeit, das die Bremer vor 28 750 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Rhein-Neckar-Arena zu verrichten hatten. Die Gastgeber gaben gleich dermaßen Gas, dass die Bremer sich gar nicht ordentlich formieren konnten. Schon nach 42 Sekunden vergab Roberto Firmino aus elf Metern die erste Riesenchance – drüber. Und in der dritten Minute ließ Chinedu Obasi Werders Nationalverteidiger Per Mertesacker einfach stehen, doch Keeper Tim Wiese war zur Stelle. „Die ersten zehn, 15 Minuten von Hoffenheim waren unglaublich, da musste einem angst und bange werden“, gestand Werder-Coach Thomas Schaaf.

Die Joker stechen erneut

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Der Auftritt seines Teams erinnerte anfangs doch stark an die vergangene Saison, als Hoffenheim beim Saisonauftakt 45 Minuten lang geradezu über die Bremer hergefallen war und schon zur Pause den 4:1-Endstand herausgeschossen hatte. Doch Werder fing sich: Nach zwölf Minuten tauchten die Gäste zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor auf. Doch nach einem Querpass von Marko Arnautovic, der anstelle von Rosenberg beginnen durfte, kam Claudio Pizarro nicht richtig an den Ball.

Immerhin: Die Partie war nun deutlich offener, weil Werder häufiger den Vorwärtsgang einlegte. Die zweite dicke Möglichkeit war wieder eine Co-Produktion der beiden Stürmer: Nach einer Ecke von Marko Marin verlängerte Arnautovic auf Pizarro, der jedoch nur eine „Kerze“ fabrizierte (30.)

Das 1:0 gelang stattdessen Hoffenheim – mit freundlicher Bremer Unterstützung. Andreas Beck passte in den Strafraum, dort stand keiner bei Firmino – und der nicht im Abseits. Mit einem Flachschuss ins lange Eck besorgte der Brasilianer die Führung (37.). Und schon ertönte „Was wollen wir trinken“ – die Torhymne der TSG, die Werder aus dem Vorjahr noch bestens kennt. Aber diesmal schlugen die Bremer zurück. Und zwar prompt: Langer Ball von Lukas Schmitz, Hoffenheims Verteidiger Marvin Compper verschätzte sich – und Arnautovic spritzte dazwischen. Der Österreicher legte den Ball halbhoch an Keeper Tom Starke vorbei und eskortierte die „Kugel“ nur noch bis ins Netz. Das 1:1 (38.) war gleichzeitig das letzte Highlight der ersten Hälfte.

Nach der Pause war zunächst wieder Hoffenheim dran, doch Wiese verhinderte nach einem Obasi-Schlenzer mit einer tollen Parade das 1:2 (52.). Doch damit hatte die TSG ihr Pulver verschossen. Werder machte nun die Räume eng, ließ nichts mehr zu, schlampte allerdings bei den Kontern. Die Bremer hatten nicht einen einzigen Hochkaräter – bis zu 83. Minute: Pizarro durfte von rechts flanken, in der Mitte stand der für Arnautovic gekommene Rosenberg und markierte volley das 2:1. „Ich mache einen Schritt nach vorne und treffe ihn gut“, meinte der Schwede. Allerdings hatte er auch ein Glück, denn Isaac Vorsah fälschte den Ball unhaltbar ab.

Den Bremern war’s total egal. Sie brachten den Vorsprung souverän über die Zeit und sind nun oben dabei. „Wenn man die ersten 15 Minuten mal ausklammert, haben wir ein gutes Spiel gezeigt“, resümierte Sportchef Klaus Allofs.

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