Werder in Mainz vor dem Turnaround?

Jobgarantie für Skripnik

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Viktor Skripnik sitzt bei der Pressekonferenz vor dem Mainz-Spiel neben Thomas Eichin (M.)

Bremen -  Der Wutausbruch? Ein bisschen peinlich, aber schon wieder vergessen. „Ich kann mich entschuldigen“, sagte Viktor Skripnik gestern bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit jener seltsamen Performance nach der 0:1-Pleite gegen Bayern München.

Er, der Werder-Trainer, hatte geschimpft und sogar seine eigene Zukunft als Chefcoach des Fußball-Bundesligisten infrage gestellt. Doch das sei alles in der emotionalen Aufgewühltheit geschehen. „Ich habe mich über die Niederlage geärgert, weil für uns mehr drin war gegen die Bayern“, erklärte Skripnik. Rücktrittsgedanken habe er überhaupt nicht: „Ich sage nicht, ich bin ratlos. Ich sage auch nicht, ich will nicht mehr, ich habe die Schnauze voll.“

Er sei voller Energie, Werder aus der Krise zu führen. Beginnend mit dem Bundesliga-Spiel bei Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr). „Gewinnen wir da nicht“, so Skripnik, „dann versuchen wir es gegen Köln wieder.“ Der FC ist am Mittwoch in der zweiten DFB-Pokalrunde in Bremen zu Gast. Skripnik: „Und klappt’s auch dann nicht, versuchen wir es drei Tage später gegen Borussia Dortmund.“ Mit Skripnik? „Mit mir“, sagte der Ukrainer voller Überzeugung. „Natürlich mit ihm“, bestätigte auch Geschäftsführer Thomas Eichin.

Es war eine Jobgarantie für die kommenden drei Partien, die Eichin dem Trainer des auf Platz 16 abgerutschten Teams gab. Mehr wollte er zum Thema Skripnik nicht beitragen: „Ich beantworte diese Fragen nicht mehr. Es gibt keine Diskussion. Feierabend.“ Es war ein Machtwort, das irgendwo im Nichts verschwinden wird, wenn Werder in Mainz die sechste Niederlage in Folge kassiert. Vor etwa einem Jahr war das Partie bei den 05ern der Bundesliga-Start für Skripnik gewesen. „Ich erinnere mich gerne daran“, sagte der 45-Jährige, der damals mit Werder einen 2:1-Sieg feierte. Es war sein Traumeinstand und die Wende für Werder nach zuvor neun Spielen ohne Sieg. Möglich, dass Mainz erneut den Turnaround bringt. „Wir haben die Kraft und die Energie“, meint Skripnik. csa

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