Doch das 2:0 gegen Austria Wien war eine ganz schwere Geburt / Borowski und Almeida treffen

Werder macht schon alles klar

+
Lange unauffällig, aber dann plötzlich da: Mittelfeld-Routinier Tim Borowski (links) köpfte gestern Werders wichtiges Führungstor gegen Austria Wien.

Bremen - Von Björn Knipsund Arne Flügge · Geschafft! Werder Bremen hat schon am vierten Spieltag der Europa League die nächste Runde erreicht. Allerdings hatten die Bremer gestern Abend mit Austria Wien mehr Probleme als erwartet.

Erst in der Schlussphase schossen Tim Borowski (81.) und Hugo Almeida (84.) einen standesgemäßen 2:0 (0:0)-Sieg für den Favoriten heraus. Dank des 1:1 zwischen Nacional Funchal und Athletic Bilbao kann sich Werder an den beiden verbleibenden Spieltagen der Gruppe L für die Bundesliga schonen.

Die Noten zum Spiel

Die Noten: Wiese hält Werder im Spiel

„Nach vier Spielen bereits qualifiziert zu sein, ist schon sehr gut“, lobte Werder-Trainer Thomas Schaaf, der sich bei seiner Aufstellung offenbar an die letzte Partie unter der Woche erinnert hatte: So durfte Petri Pasanen (Torschütze im Pokal gegen Kaiserslautern) für Sebastian Boenisch auf der linken Seite verteidigen. An Stelle des formschwachen Markus Rosenberg beorderte der Werder-Coach Mittelfeldmann Aaron Hunt in den Sturm. Als Frings-Ersatz durfte sich erwartungsgemäß Peter Niemeyer beweisen.

Das Spiel in Bildern

90 Minuten in Bildern

Zu Beginn sah das auch gut aus. Werder gab sofort Gas, um ja nicht wieder eine Anfangsphase zu verschlafen. Doch immer wieder rannten die Bremer gegen die Wiener Wand. Die Gäste waren fast komplett auf Defensive eingestellt. Allerdings: Die wenigen Konter der Austria waren richtig gefährlich. Zum Glück für Werder reagierte Keeper Tim Wiese gegen Milenko Acimovic (17.) und Emin Sulimani (26.) klasse. Und Schiedsrichter Stefan Johannesson wertete das Hakeln von Clemens Fritz gegen Marin Leovac nicht als elfmeterreif (23.).

Werder hatte nach einer Viertelstunde komplett den Faden verloren – und Schaaf tobte am Spielfeldrand. Immer wieder jagte der Coach seine Spieler nach vorne, doch denen fehlte jegliche Laufbereitschaft und Sicherheit für ihre gefürchtete Offensiv-Power. Das Fehlen der verletzten Torsten Frings und Claudio Pizarro war nicht zu übersehen.

Schaaf reagierte in der Pause: Für Mittelfeldmann Philipp Bargfrede kam der monatelang verletzte Stürmer Hugo Almeida. Unfreiwillig mussten die Gäste wechseln. Bei Torwart Szabolcs Safar war die alte Oberschenkel-Blessur wieder aufgebrochen, Robert Almer ersetzte ihn. Doch erst einmal war sein Gegenüber gefordert: Wiese entschärfte gerade noch so einen Kopfball von Jacek Bak (47.). Durchatmen beim Großteil der 25 000 Zuschauer im nicht ausverkauften Weserstadion. Die 1 400 Austria-Fans waren dagegen begeistert, dass der Außenseiter so auftrumpfen konnte. Beinahe hätten sie sogar richtig jubeln dürfen, doch wieder war es Wiese, der mit einer Glanzparade bei einem Liendl-Kracher etwas dagegen hatte (59.).

Was war nur mit Werder los? Nichts! Und das gegen eine Mannschaft, die wahrlich nicht als Schwergewicht in Europa gilt. Schaaf probierte es nach einer Stunde mit einem weiteren Stürmer – und beinahe hätte sich der Wechsel Rosenberg für Marin sofort ausgezahlt. Doch der Schwede traf einen abgewehrten Almeida-Schuss nicht richtig (63.). Futsch war die bis dahin beste Bremer Torchance. Noch schlimmer erging es Tim Borowski, der den Ball frei vor dem Tor verstolperte (76.). Drei Minuten später spitzelte der Mittelfeldspieler den Ball knapp am Gehäuse vorbei. Doch aller guten Dinge sind drei: In der 81. Minute bewies Borowski Köpfchen und verlängerte einen Rosenberg-Ball zum 1:0 – allerdings war’s knapp Abseits, wie die Fernsehbilder bewiesen. Die Bremer scherten sich natürlich herzlich wenig drum. Der Knoten war geplatzt. Und Almeida legte nach Zuspiel von Aaron Hunt prompt das 2:0 nach (84.).

Werder bleibt damit auch im 18. Spiel in Folge ungeschlagen, muss sich aber enorm steigern, wenn’s am Sonntag in der Bundesliga gegen Dortmund so weitergehen und die Erfolgsserie Bestand haben soll.

Terror gegen Teenager: Viele Tote bei Konzert in Manchester

Terror gegen Teenager: Viele Tote bei Konzert in Manchester

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Frühlingsmarkt der Freien Waldorfschule in Bruchhausen-Vilsen

Frühlingsmarkt der Freien Waldorfschule in Bruchhausen-Vilsen

Feuer auf Tankstellengelände

Feuer auf Tankstellengelände

Meistgelesene Artikel

Sambou Yatabare vor dem Abflug

Sambou Yatabare vor dem Abflug

Rene Adler kein Thema für Werder

Rene Adler kein Thema für Werder

Gnabry: „Der Titel ist das Ziel“

Gnabry: „Der Titel ist das Ziel“

Delaney vor Dortmund: „Wir sind die Underdogs“

Delaney vor Dortmund: „Wir sind die Underdogs“

Kommentare