0:2 - Werder lustlos, Mainz im Höhenrausch

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Die Vorentscheidung: André Schüttle trifft zum 2:0

Bremen - Auch in Bremen ließ sich der FSV Mainz 05 nicht stoppen. Mit 2:0 siegten die Pfälzer an der Weser und eroberten erstmals die tabellenspitze in der Bundesliga. Werder zeigte dagegen eine über weite Strecken inakzeptable Leistung

Die Mainzer Siegesserie hat auch im vierten Spiel gehalten: Das Überraschungs-Team der Fußball-Bundesliga gewann am Samstag mit 2:0 (0:0) bei Werder Bremen und setzte sich mit zwölf Punkten erstmals an die Tabellenspitze. Durch Tore von Marcel Risse (53.) und André Schürrle (61.) gelang den konterstarken Mainzern vor 34 023 Zuschauern im Weserstadion der vierte Sieg in der neuen Saison. Die ersatzgeschwächten Bremer fielen hingegen durch die Niederlage und mit nur vier Zählern weiter ab.

Werder unterliegt Mainz 0:2

Die Mainzer zeigten im Weserstadion eine taktisch reife Leistung. Die auf vier Positionen im Vergleich zum Spiel gegen Kaiserslautern veränderte Gäste-Elf agierte eine Viertelstunde lang forsch, verlegte sich dann auf schnelle Gegenangriffe. Vorne lief Adam Szalai immer wieder ins Abseits, ehe die Taktik von Trainer Thomas Tuchel nach der Auswechselung des übereifrigen Stürmers aufging.

Ohne die fehlenden Morten Rasmussen und Christian Fuchs (Grippe) sowie die (zunächst) auf der Bank sitzenden Elkin Soto und Sami Allagui überzeugten die Gäste vor allem durch eine dicht gestaffelte Defensive. Sie störten im Mittelfeld früh und effektiv, ließen kaum Werder-Chancen zu.

Die Gäste erarbeiteten sich zunächst kaum Möglichkeiten, erst nach dem Wechsel gab es durch Risse (49.) erstmals Gefahr fürs Werder-Tor, ehe der Leih-Stürmer aus Leverkusen nach Pass von Miroslav Karhan dann traf. Der 20-Jährige gab kurz danach auch den Pass zum Treffer des eingewechselten Schürrle. Einen weiteren Treffer verpasste anschließend Lewis Holtby (68.), der an seinem 20. Geburtstag an Tim Wiese scheiterte.

Vier Tage nach dem 2:2 gegen Tottenham in der Champions League spielten die Bremer zu wenig einfallsreich. Hugo Almeida , der für den weiter wegen einer Oberschenkel-Verletzung fehlenden Torjäger Claudio Pizarro auflief, erhielt kaum verwertbare Anspiele. Der Portugiese, als einzige Spitze aufgestellt, verstolperte zudem die Bälle und konnte sich nicht durchsetzen. Er blieb genauso wirkungslos wie der vom rechten Mittelfeld in den Sturm drängende Marko Arnautovic. Den Bremern fehlten die Ideen, um den dichten Abwehrriegel der Mainzer zu knacken. Marko Marin versuchte es öfter auf eigene Faust, blieb allerdings fast immer hängen. Ansonsten mieden die Bremer zu lange das Risiko. Die verwöhnten Fans pfiffen bereits zur Halbzeit, sahen die erste Chance erst nach dem Wechsel, als Tim Borowski (52.) allein vor dem Tor an Keeper Christian Wetklo scheiterte. Auch der dreifache Wechsel von Trainer Thomas Schaaf nach dem zweiten Tor der Mainzer brachte nichts. Die Wende gelang den Bremern nicht mehr, auch wenn sie nun mutiger nach vorne spielten. Ein Tor von Almeida (69.) wurde wegen Abseitsstellung nicht gegeben.

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