Werder: Lemkes Reibereien mit Allofs

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Willi Lemke bemängelt die Kommunikation mit der sportlichen Führung von Werder Bremen. Eine Rückkehr auf den Posten von Klaus Allofs schließt er jedoch aus.

Bremen - Aufsichtsratschef Willi Lemke hat Kritik an der Kommunikation bei Werder Bremen geäußert und leichte Spannungen im Verhältnis zu Manager Klaus Allofs eingeräumt.

Die Beziehung zu seinem Nachfolger sei „nicht ohne Reibung“, sagte der frühere Werder-Manager Lemke der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag). „Er kommt aus der Welt des Fußballs, ich aus der Welt der Politik. Da gibt es Unterschiede und auch schon mal Spannungen“, sagte Lemke.

Der ehemalige Bremer Bildungs- und Innensenator Lemke (SPD) ist derzeit Sonderberater des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon für den Sport und Vorsitzender des Kontrollgremiums beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten. Bis zur Amtsübernahme des heutigen Clubchefs Allofs im Jahr 1999 war Lemke Manager bei Werder. Eine Rückkehr ins operative Club-Geschäft schloss der 64-Jährige aber aus. „Das habe ich meinen Aufsichtsratskollegen und der Geschäftsführung schon vor einem Jahr gesagt, dass das nicht für mich in Frage kommt“, so Lemke.

Gleichwohl bemängelt er die mangelnde Kommunikation mit der sportlichen Führung von Allofs und Trainer Thomas Schaaf: „In Zukunft aber müssen wir alle mehr miteinander reden, um weniger Fehler zu machen.“ Lemke fordert auch, mehr auf die Jugend zu setzen. „Ich möchte sichergestellt wissen, dass unsere exzellente Nachwuchsarbeit sich auch stärker in der Bundesliga-Mannschaft zeigt.“

Trotz der aktuellen Krise wünscht sich Lemke den Verbleib Schaafs in Bremen, auch wenn der Trainer sich „eines Tages“ sicher „eine neue Herausforderung“ wünsche. Finanzielle Folgen für den Club hat der sportliche Absturz laut Lemke noch nicht. Werder habe „keine Schulden, sondern auch ordentliche Rücklagen“. Ein Jahr ohne Europapokal sei „problemlos“ zu überstehen, betonte Lemke.

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