Peruaner Da Silva kein Thema

Werder lässt Özkan Yildirim ziehen

Özkan Yildirim wird Werder nach 13 Jahren verlassen. - Foto: nph

Bremen - Von Björn Knips. Seit 13 Jahren trägt er Grün-Weiß – doch nun ist für Özkan Yildirim beim SV Werder Bremen Schluss. Sein Ende des Monats auslaufender Vertrag beim Fußball-Bundesligisten wird nicht verlängert. „Wir verhandeln nicht mehr. Das hat auch mit unserer Kadergröße zu tun, auf seiner Position sind wir übermäßig besetzt“, erklärt Sportchef Frank Baumann auf Nachfrage dieser Zeitung.

Der Ex-Profi hält dem 23-jährigen Offensivmann aber eine Hintertür offen: „Er ist nicht komplett aus unseren Planungen raus. Wer weiß, was in den nächsten Wochen noch so passiert, vielleicht nehmen wir die Gespräche dann wieder auf.“

Vielleicht ist Yildirim dann aber auch schon bei einem anderen Club. „Die Gefahr“, sagt Baumann, „ist uns bewusst. Damit müssen wir leben.“ Und dafür wird es aus der Fanszene auch Kritik geben. Schließlich ist Yildirim ein Eigengewächs, stammt aus dem nur 50 Kilometer entfernten Sulingen – und kommt mit seiner sympathischen Art und seiner spektakulären Art, Fußball zu spielen, sehr gut an. „Er hat eine hohe Qualität“, sagt auch Baumann über den offensiven Mittelfeldspieler und Außenstürmer: „Aber er konnte seine Klasse leider nicht so oft zeigen, weil er oft verletzt war.“

Seinem Bundesliga-Debüt am 19. Januar 2013 gegen Borussia Dortmund (0:5) noch unter Trainer Thomas Schaaf folgten nur 19 weitere Einsätze im Fußball-Oberhaus. Yildirims Körper streikte immer wieder, mal waren es die Leisten, dann rebellierte der Rücken, dann schmerzten die Knie. Doch Yildirim gab nicht auf, steckte jeden Rückschlag weg. Wie auch in der vergangenen Saison, als er am letzten Spieltag erstmals nach 13 Monaten wieder ein Bundesliga-Spiel bestritt – und das ausgerechnet im Abstiegs-thriller gegen Eintracht Frankfurt.

Für Werder gab es das Happy End, für Yildirim jetzt nicht. Seine Zeit in Bremen ist vorbei. Der Dribbelkünstler, der ganz besondere Fähigkeiten besitzt, manchmal aber auch zu verspielt und eigensinnig wirkt, muss sich einen neuen Club suchen. Ablösefrei dürfte das kein Problem sein, wenn auch nicht unbedingt in der ersten, dann aber sicher in der Zweiten Liga.

Ein neuer Mann für die Offensive sitzt quasi schon auf gepackten Koffern: Florian Kainz. Mit dem Österreicher hat sich Werder bereits auf einen Wechsel verständigt. Aktuell wird noch über die Ablöse für den 23-Jährigen gefeilscht. Rapid Wien will 4,5 Millionen Euro haben, Werder aber nur 2,5 Millionen Euro zahlen.

Kein Thema ist dagegen eine Verpflichtung des Peruaners Beto Da Silva (19). Südamerikanische Medien hatten über ein angebliches Interesse der Bremer an dem Stürmer von der PSV Eindhoven berichtet.

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