Werder kündigt Ende der Konsolidierung an

Mega-Minus mit Fast-Versprechen

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Klaus Filbry

Bremen - Werders nächstes Mega-Minus war schon lange angekündigt – nun gibt es auch eine Zahl: Sechs Millionen Euro sollen als Fehlbetrag unter der Bilanz der Saison 2014/15 stehen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Das Eigenkapital, das 2011 noch bei mehr als 38 Millionen Euro lag, wäre auf 700.000 Euro geschrumpft und damit fast aufgebraucht. Wie soll es nur weitergehen?

Werder bestätigte zwar gestern ein Minus, die genaue Zahl wird aber erst auf der Mitgliederversammlung am 16. November verkündet. Geschäftsführer Thomas Eichin wollte von einer großen Neuigkeit nichts wissen, spielte das Thema herunter: „Wenn das ein Fass ist, das wir aufmachen – dann ist es aber ein sehr kleines Fass, das trinke ich ja alleine aus.“

In der Tat hatte Werder bereits im Sommer eingestanden, wieder rote Zahlen geschrieben und das Eigenkapital fast aufgebraucht zu haben. Dass noch etwas übrig geblieben ist, liegt laut „Bild“ an einer „legalen Trickserei“ in der Bilanz, wodurch das Minus von acht auf sechs Millionen Euro gesenkt werden konnte. Dabei geht es offenbar um das Verbuchen von Transfereinnahmen.

Immerhin: Werder hat das Minus in seinem selbst ernannten Konsolidierungskurs von 13,9 Millionen Euro (2011/12) über 7,9 Millionen Euro (2012/13) und 9,8 Millionen Euro (2013/14) auf sechs Millionen Euro gesenkt. Und Geschäftsführer Klaus Filbry gab gestern in einer Mitteilung fast schon ein Versprechen ab: „Wir streben nach wie vor an, den schmerzhaften Prozess, den wir ohne die Teilnahme an den internationalen Wettbewerben durchlaufen mussten, in der laufenden Saison abzuschließen.“

Werder will die schwarze Null in der Bilanz, um sich kein Geld leihen zu müssen. Doch großes Einsparpotenzial gibt es kaum noch, der Personaletat wurde schon erheblich gesenkt. Ein Investor, der seit Jahren gesucht wird, lässt weiter auf sich warten. Bleibt also nur sportlicher Erfolg durch eine gute Bundesliga-Platzierung und weitere Runden im DFB-Pokal. In der aktuellen Verfassung dürfte das schwierig werden. Deshalb droht am Ende der Saison der Verkauf von Leistungsträgern. Viele kommen dabei nicht infrage. Richtig zu Geld machen lässt sich wohl nur Jannik Vestergaard. Möglich wäre das vielleicht noch bei Anthony Ujah, wenn er wieder trifft. Gute Aussichten sind das nicht.

kni/csa

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